Abitur 2014 die wichtigsten Neuerungen

Das Abitur 2014 bringt in einigen Bundesländer Neuerungen mit sich, hier findet ihr die aktuellsten Informationen sowie Musteraufgaben für das Nordabitur

1. Das Nordabitur

Das Abitur 2014 bringt für sechs Bundesländer (Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Sachsen) eine große Neuerung. Hier werden bei den Abiturprüfungen 2014 zum ersten Mal einheitliche Aufgaben und Aufgabenteile an die Schülerinnen und Schüler der unterschiedlichen Bundesländer ausgegeben. Im kommenden Abiturjahr wird dieses Verfahren noch nicht auf alle Prüfungsfächer angewandt, sondern nur auf die Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch.

Aufgabenvorschläge für gemeinsamen Abituraufgaben 2014:
Musteraufgabe Deutsch Abitur 2014

Musteraufgabe Mathematik Abitur 2014

Musteraufgabe Englisch Abitur 2014

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 2. Abitur 2014 in Hamburg, alles wird anders

Das Abitur 2014 bringt speziell in Hamburg viele Neuerungen. Waren die Abiturprüfungen bisher immer sehr früh im Jahr (Januar/Februar), so verschieben sich die Abiturprüfungen 2014 Richtung Ostern (April/Mai). Gleichzeitig geht Hamburg (siehe Punkt 1. Das Nordabitur) mit fünf weiteren Bundesländern ins Nordabitur.

Abiturprüfungen 2014 in Hamburg stehen fest

Am  6. Mai. wird  die Abiturprüfung in Deutsch, am 9. Mai in Englisch und am 13. Mai in Mathematik geschrieben. Das ist insofern bemerkenswert, weil die Länder bisher sehr energisch auf ihre eigene Schultaktung mit unterschiedlichen Ferienzeiten geachtet haben, meint der Hamburger Bildungssenator Herr Rabe Rabe (Quelle:  Interview der Welt vom 6.11.2012) Neben den zentral gestellten Abituraufgaben in Mathematik, Deutsch und Englisch werden in Hamburg mit dem Prüfungsjahr 2014 auch Chemie und Biologie zentral geprüft.

3. NRW Abitur 2014: Vorgaben werden gestrafft

Vorgaben für das Fach Biologie in NRW als Abiturprüfungsfach oder Leistungsfach werden gestrafft. Die Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftlichen Prüfungen im Abitur an der gymnasialen Oberstufe 2014 wurden deutlich konzentriert und besser strukturiert

Biologie in NRW 2014 ein Beispiel

Die Frage nach den Vorgängen der „Meiose“ wird ganz klar in die inhaltlichen Schwerpunkte mit einbezogen, was  so bisher nicht der Fall war und eine Verunsicherung für viele Schülerinnen und Schüler war. Zusätzlich ist NRW übrigens eines der wenigen Prüfungsländer, die nur 4 Fächer (3 schriftlich, 1 mündlich) im Abitur prüfen. In der Regel werden 5 Fächer im Abitur geprüft.

4. Abitur in Bayern auch 2014 mit Besonderheiten

Bayern prüft insgesamt 5 Fächer im Rahmen der Abiturprüfung. Davon werden aber nur drei Fächer in schriftlicher Form geprüft, zwei als Kolloquium.  Jedes Jahr machen rund 37.000 Schülerinnen und Schüler in Bayern ihr Abitur (Im Vergleich: In NRW waren es 2012 rund 80.000 Schülerinnen und Schüler, im Prüfungsjahr 2013 wegen des doppelten Abiturjahrgang sogar rund 102.000).

Schriftliche Prüfungen müssen in jedem Fall in Deutsch und Mathematik geschrieben werden. Zusätzlich wird eine fortgeführte Fremdsprache  oder auch Natur- und Geisteswissenschaften schriftliche geprüft.

Mit zwei Prüfungsfächern die mündlich geprüft werden, ist der Anteil sehr hoch.  In anderen Bundesländern (z.B. Niedersachsen) ist nur eine der insgesamt 5 Prüfungen mündlich. Vorgaben zum mündlichen Abitur in Bayer hier.

Ebenso wichtig und zugleich eine besondere Leistung an bayrischen Gymnasien sind die P- und W-Seminare. Das W-Seminar (=Wissenschaftspropädeutisches Seminar) und das P-Seminar (=Projekt-Seminar) sollen den bayrischen Schülerinnen und Schülern ermöglichen Einblicke in die Welt der Wissenschaft und in die berufliche Praxis zu bekommen. Im W-Seminar  knüpft der Schüler außerschulische Kontakte zur Hochschule und macht sich mit wissenschaftlichen Arbeitsmethoden bekannt. Das P-Seminar zur Studien- und bietet Einblick in die Berufswelt. Beide Seminare müssen mit einer individuellen Seminararbeit abgeschlossen werden.

5. Abitur 2014 immer noch bundeslandspezifisch

Die ersten vier Punkten haben verdeutlicht, dass Abitur nicht gleich Abitur ist. So werden zwar immer mehr Prüfungen vereinheitlicht und alle Bundesländer unterliegen einheitlichen Prüfungsvorgaben, trotzdem sind die Anforderungen und Prüfungsdurchführungen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Bei der Abiturvorbereitung bleibt also auch im Prüfungsjahr 2014 eine bundeslandspezifische Vorbereitung wichtig. Unsere Abiturvorbereitungskurse auf abiweb.de bieten daher auch für das Abitur 2014 diese bundeslandspezifische Vorbereitung. Die Vorbereitung auf die Prüfungen beginnt jetzt: abiweb.de. Viel Erfolg im Abitur 2014 wünschen unsere Dozenten.

2014? 2017? Kommt das Einheitsabitur?

Es brodelt schon lange. Als Alternative zum bisherigen länderspezifischen Zentralabitur, wird seit einigen Jahren über ein bundesweit einheitliches Abitur diskutiert. Die Kultusministerkonferenz versucht eine optimale Lösung zu finden. Nun scheint 2017 zum Jahr des Einheitsabiturs zu werden.

Seit Oktober ist es offiziell: 2017 werden die Fächer Mathematik, Deutsch
und die Fremdsprachen in allen Bundesländern mit gleichen
Abituraufgaben, Bewertungen, Ansprüchen geprüft.

Die erste Hürde wird bereits 2014 genommen. Einige Bundesländer sind nun mal „einheitlicher“ als andere. So wird es mit dem Abitur 2014 für die
Schülerinnen und Schüler in den Bundesländern Bayern, Hamburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen einheitliche Abituraufgaben geben. Auch hier sind nur die Kernfächer betroffen. Alle anderen Fächer liegen immer noch in der Kompetenz des einzelnen Bundeslandes, wie bisher beim Zentralabitur.

16 * 16 Abitur = 1 => Funktioniert das?

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Bildung ist Ländersache und so hat sich in der Bundesrepublik im Lauf der
Jahrzehnte eine vielfältige Bildungsstruktur entwickelt. Im Prinzip gibt es
das Zentralabitur 16 Mal, also die Abiturprüfung in 16 Variationen. Nimmt man nun noch jeweils 4 – 5 Prüfungsfächer dazu kommt man zu einem großen Bildungschaos, das in Deutschland herrscht. In den letzten 10 Jahren ist jedoch vieles vereinheitlicht worden. Der Schritt zur bundesweit gestellten Abiturprüfung und dem Abitur in 12 Jahren sind zwei große Meilensteine. Die EPAs (Einheitliche Prüfungsanforderungen), die für alle Bundesländer gleichermaßen gültig sind legen den Grundstein für ein einheitliches Abitur. Momentan werden diese EPAs aber in den einzelnen Bundesländern noch recht unterschiedlich interpretiert.

Welche Vorteile bringt das Einheitsabitur?

In der Arbeitswelt wird seit Jahren eine hohe Mobilität gefordert. Doch was passiert, wenn ein/e SchülerInn das Bundesland wechseln muss? In der Regel verliert der „Wechsler“ ein Schuljahr, da oft ein sehr holpriger Übergang von einem System in das andere erfolgt. Bücher, Vorgehensweisen und natürlich regionale Dialekte usw. sind völlig neu. Das braucht Zeit. Eine einheitliche Abiturprüfung und damit eine Vereinheitlichung der Oberstufe und des gymnasialen Schulsystems an sich wäre wünschenswert.

Dem einheitlichen Abitur gegenüber steht die Selbstorganisation der Schule. Auch der Umzug von einem Landkreis in den nächsten kann bedeuten, dass völlig andere Lehrmittel eingesetzt werden und der Stand der Klasse ein komplett anderer ist. Lässt sich Lernen und Unterricht überhaupt vereinheitlichen?

Unterstützung außerhalb der Schule

Unabhängig davon in welchem Bundesland das Abitur gemacht wird, lässt es sich auch optimal im Internet lernen. Die Möglichkeit der Online-Nachhilfe ist heute eine sinnvolle Unterstützung nicht nur bei der Abiturvorbereitung. Mit heutigen Online-Lernsystemen lassen sich individuelle Schwächen gezielt beheben.