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Epik: Was sind typische Merkmale epischer Texte?

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Es gibt viele literarische Formen, die überlicherweise den drei Gattungen Epik, Lyrik und Dramatik zugeordnet werden. In diesem Text erklären wir dir, was es mit der Epik auf sich hat und welche Textarten dieser Gattung zuzuordnen sind.

5 Merkmale der Epik - Übersicht

Vorab erhälst du einen kurzen Überblick über die 5 wichtigsten Merkmale der Literaturgattung Epik.

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Epik - 5 Merkmale

  1. Die Epik ist eine Sammelbezeichnung jeglicher Formen der erzählenden Dichtung.
  2. Epische Texte kann man u.a. auf Grund der Länge in 3 Formen unterscheiden: Epische Kleinformen, mittlere epische Formen und umfangreiche epische Formen.
  3. Ein bedeutendes Merkmal der Epik ist der Erzähler. 
  4. Erzählberichte sind typisch für epische Texte: Der Erzähler kann zum Beispiel nah oder fern am geschehen sein.
  5. Autoren der Epik erschaffen mit ihren Werken oft fiktionale Welten.

 

Im Folgenden werden wir dir nun die Literaturgattung Epik detaillierter erklären, nachdem du jetzt einen kurzen Überblick über die Epik erhalten hast:

Was ist Epik? - Definition

Die Epik wird auch erzählende Literatur genannt und umfasst Erzählungen in Vers- oder Prosaform. 

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Die Bezeichnungen „Epik" und „episch" sind auf den griechischen Begriff „epikos" zurückzuführen, dem Adjektiv zu Epos.

Das griechisch-antike Epos war eine umfangreiche, erzählende Dichtung aus Versen und gehobener Sprache, die für den öffentlichen Vortrag bestimmt war. Die Epen Illias und Odyssee wurden von Homer geschrieben und gelten als Beginn der abendländischen Epos-Tradition. In der deutschen Literaturgeschichte treten die Epen mit dem Nibelungenlied und den Ritterepen erstmals in den Vordergrund. 

Die heute eher weiter gefasste Definition der Epik bezieht sich auf ihren erzählenden Charakter

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Epik = Erzählende Literatur in Vers-oder Prosaform

Die Epik ist somit eine Sammelbezeichnung für jegliche Formen erzählender Dichtung.

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Erzählende Dichtung wird oft auch als narrative Dichtung bezeichnet.

Welche Formen der Epik gibt es?

Die epische Literatur wird weiterhin anhand der Sprache, der verwendeten Erzählperspektiven, bestimmter Strukturen und dem unterschiedlichen Umfang bzw. der Länge der Werke unterschieden. Die Länge der Werke führt zu folgender Unterscheidung: 

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Epische Kleinformen: Märchen, Sage/Legende, Fabel, Parabel/Gleichnis, Kalendergeschichte, Schwank, Anekdote und Kurzgeschichte

Mittlere epische Formen: Novelle, Erzählung

Umfangreichste epische Formen: Roman und all seinen Erscheinungsformen

Der Erzähler/die Erzählerin in der Epik

Ein entscheidenes Merkmal, das die Epik von allen anderen literarischen Gattungen unterscheidet, ist der Erzähler bzw. die Erzählerin. Der Erzähler/die Erzählerin ist eine fiktive Person, die vom Autor erfunden wird, um die Geschichte zu präsentieren. Dabei wählt er eine Erzählform (Er-/Sie-Form, Ich-Erzähler mit erlebendem Ich oder erzählendem Ich), ein Erzählverhalten (auktorialer, personaler, neutraler Erzähler), einen Erzählstandort (räumliche Distanz, Nähe) und eine Erzählsichtweise (Außensicht, Innensicht) ein. Auch wird eine bestimmte Erzählhaltung (distanziert, skeptisch usw.) deutlich, die Aufschluss über die Haltung des Erzählers zum erzählten Geschehen und zu den Personen gibt. 

Erzähltechnik der Epik - Merkmale

Die Grundform des Erzählens ist der Erzählbericht, bei der sich der Erzähler der Handlung und den Figuren zuwendet und seinen eigentlichen Erzählgegenstand selbst vermittelt. Dabei kann er als auktorialer Erzähler eigene Überlegungen und Betrachtungen sowie Kommentare einfließen lassen. Bei der direkten Rede lässt der Erzähler seine Figuren beispielsweise in Dialogen sprechen (szenisches Erzählen), die er in der indirekten Rede ebenso zusammenfassen kann. Mit der Technik des Bewusstseinsstroms werden ungefilterte Gedankenfetzen, Wahrnehmungen und Empfindungen aneinandergereiht, die als innerer Monolog in der Ich-Form oder in der erlebten Rede in der Er-/Sie-Form wiedergegeben werden. 

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Der Bewusstseinsstrom wird auch stream of consciousness genannt. 

Geschehen, Geschichte und Handlung der Epik

Die epische Geschichte ist Fiktion.

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Fiktion meint etwas Vorgestelltes oder Erdachtes, also etwas, das nur in der Vorstellung existiert. 

Woher das Geschehen mit seinen Schauplätzen und Figuren genommen wird, ist dabei nicht relevant. So kann das Material aus der Wirklichkeit stammen, wie es bei Effi Briest der Fall ist oder auch aus eigenen Lebenssituationen des Autors, die phantasievoll ausgearbeitet werden. Auf dieser Basis kann der Autor seine fiktionale Welt errichten, die jedoch nicht mit der realen Welt verwechselt werden darf. 

Nun hast du schon viele Informationen zur Epik erhalten. Dein Wissen kannst du mit unseren Aufgaben überprüfen. Dabei wünschen wir dir viel Spaß! 

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