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Glossar Ökologie

Wichtige Begriffe aus der Ökologie:

abiotisch

  • aus dem Griechischen für “ohne Leben”; Faktoren die Einfluss auf das Wachsen und Gedeihen eines Lebewesen haben, aber selbst mehr in den Bereich des anorganischen oder gar physikalischen gehören. Beispiel: Temperatur, Lichteinfall, Salzkonzentration….

 

adult

  • Latein für “erwachsen”

 

anthropogen

  • gr. für “Menschlicher Herkunft” oder übertragen vom Menschen verursacht. Zu den anthropogenen Umwelteinflüssen zählen z.B. Schadstoffe die in die Luft abgegeben werden und dadurch Sauren Regen und Waldsterben verurachen, aber auch Baumaßnahmen wie Straßenbau, die Biotope zerschneiden können.

 

Art

  • Eine Art ist eine Gruppe von Individuen, die die Fähigkeit besitzten sich miteinander fortzupflanzen (reproduktiver oder genetischer Artbegriff).

 

Benthal

  • gr. “tief”; Bodenregion eines Gewässers; z. B. beim Ökosystem See bildet das Benthal immer die Bodenschicht.

 

Bergmannsche Regel

  • Die Körpergröße verwandter (gleiche Körperform) Tiere nimmt mit zunahme der Temperatur (wärmeres Klima) ab. Beispiel: Kaiserpinguin, Antarktis, ca. 125 cm groß; Galapagospinguin, Äquator, ca. 50 cm groß.

 

Biodiversität

  • bezeichnet die Summe der Variabilität (von Genen, Arten bis hin zu Ökosystemen). So ist die biologische Vielfalt in einem natürlichen Ökosystem weit höher als in Ökosystemen, die starker menschlicher Nutzung unterliegen (Bsp.: Wirtschaftswald…)

 

Biosphäre

  • gr. “Leben Himmelskugel”; die Biosphäre beschreibt die Gesamtheit der mit Lebewesen besiedelten Schichten der Erde.
    “Biospere2” war ein Projekt in den Neunziger Jahren, wobei versucht wurde das natürliche selbsterhaltende Ökosystem (Biosphere1) künstlich nachzubauen. Dieses Experiment misslang leider zweimal aus unterschiedlichsten Gründen.

 

biotische Umweltfaktoren

  • Faktoren die das Wachsen und Gedeihen einer Art beeinflussen; biotische Faktoren sind von anderen Lebewesen abhängig. Beispiele: Fressfeinde, Reviergröße, Anzahl Paarungspartner…

 

Biotop

  • gr. “Leben Stelle/Platz”; Lebensraum, Gesamtheit aller abiotischen Umweltfaktoren.

 

Biozönose:

  • entspricht der Lebensgemeinschaft, die den belebten Teil des Ökosystems ausmacht, also alle Lebewesen in einem Biotop.

 

Ökosystem:

  • Einheit von Lebensraum und Lebensgemeinschaft. Ökosystem = Biotop + Biozönose

 

Destruent:

  • lat. “zerstören”. Ein Organismus, der organische Substanz abbaut und in anorganische Verbindungen zerlegt. Destruenten sind in der Regel Pilze und Bakterien. Ihr “zerstören” sorgt dafür, dass der Stoffkreislauf eines Ökosystems geschlossen bleibt. Produzenten und Konsumenten bauen Biomasse (organisches Material) auf, die Destruenten sorgen für die Rückkehr des organischen Materials in Form von Abbauprodukten (anorganisch!) den Kreislauf. Synonym: Reduzent.

 

Diversität

  • lat. “auseinanderstreben”; der Begriff Diversität für den Artenreichtum in der Natur verwendet.

 

Ektoparasit

  • gr./lat. “aussen Tischgenosse”; ein Ektoparasit ist ein Schmarotzer, der ausserhalb seines Wirts lebt. Beispiel: Zecken oder Blutegel

 

Endoparasit

  • D: gr./lat. “innen Tischgenosse”; ein Entoparasit lebt im Wirt, z.B. der Malariaerreger Plasmodium in den roten Blutkörperchen.

 

Epilimnion

  • die warme Oberflächenschicht eines Teichs/Sees. Hier steht viel Licht zur Verfügung. Die Stoffproduktion durch Fotosynthese überwiegt. Daher ist das Epilimnion auch die Nährschicht (oder trophogene Zone).

 

Fluktuation

  • Schwanken, kontinuierliches Welchseln

 

Halbparasit oder Hemiparasit

  • meist Pflanzen (z.B. Mistel), die zwar die Nährstoffe aus dem Wirt (z.B. Baum) beziehen, aber selbst Fotosynthese betreiben und damit organisches Material aufbauen.

 

homoiotherm

  • gr. homo = gleich. Tiere die ihre Körpertemperatur konstant halten. Beispiel: Säuger, wie wir Menschen. Die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur kostet viel Energie! Stichwort: Bergmannsche Regel.

 

Hypolimnion:

  • die Tiefenschicht stehender Gewässer (See). Man spricht gleichzeitig auch von der Zehrschicht oder tropholytische Zone, da in den tiefen Schichten eines Gewässers die Atmung über die Fotosynthese überwiegt.

 

K, Kapazität; Kapazität des Lebensraums

  • Umweltbedingungen, die das Wachsen und Gedeihen einer Art beschränken können werden als Kapazität des Lebensraums bezeichnet. Darunter fallen z.B. Anzahl Paarungspartner, Nistplätze, Nahrung.
    Sichwort: K-Strategen!

 

Kapazitätsgrenze

  • = Obergrenze, bis zu der eine Population zunehmen kann, ohne ihre eigene Existenzgrundlage zu vernichten; Fassungsvermögen eine Ökosystems für eine bestimmte Art.

 

K-Strategen:

  • Arten, die die Kapazität des Lebensraums ausschöpfen, aber eine Überbevölkerung vermeiden. Bsp.: Sterilität bei Ratten bei zu hoher Populationsdichte.

 

Klimax

  • = Höhepunkt

 

Litoral

  • Uferbereich eines Gewässers

 

Metalimnion

  • mittlere Schicht in stehenden Gewässern. Hier fällt die Temperatur (gemessen von der obersten zur tiefsten Schicht im See) sprunghaft ab. Das Metalimnion wird aus diesem Grund auch Sprungschicht genannt.

 

Ökologie

  • die Wissenschaft, die sich mit dem Haushalt der Natur beschäftigt…sozusagen die “Naturökonomie”J

 

Pelagial

  • gr. “offene See”; freies Wasser in See oder Meer

 

Pessimum

  • ungünstigste Lebensbedinungen für Lebewesen; das Lebewesen vermag gerade so zu überleben
    Stichwort: ökologische Potenz, Gedeihfähigkeit

 

Pheromon

  • homonähnlicher Stoff, Lockstoff; wird von Lebewesen nach aussen abgegeben und beeinflusst Lebewesen derselben Art

 

Plankton

  • die Gesamtheit aller im Wasser (See, Ozean, Fließgewässer) umhertreibenden pflanzlichen (Phytoplankton) oder tierischen (Zooplankton) Lebewesen.

 

poikilothermo

  • Tiere, die ihre Körpertemperatur nicht regulieren bzw. konstant halten. Die Körpertemperatur wird der Aussentemperatur angepasst. Bsp.: Schlange und andere Reptilien.

 

ppm

  • parts per million; Teile auf eine Million Teilchen; Angabe von Schadstoffmengen werden in dieser Einheit vorgenommen.

 

Profundal

  • tiefe Bodenzone in Seen

 

Saprobien

  • Indikatororganismen zur Beurteilung der Gewässergüte (Saprobien-Index)

 

Sukzession

  • lat. “Nachfolger”; Bezeichnung fü das typische Aufeinanderfolgen von Lebensgemeinschaften in der zeitlichen Veränderung eines Ökosystems. Bsp.: Waldbrand und darauf folgende Neubesiedlung durch Lebewesen.

 

Symbiose:

  • Zusammenleben von Angehörigen zweier aneinander angepasster Arten. Beide Arten ziehen Nutzen aus dieser Lebensgemeinschaft. Bsp: Flechte (Gemeinschaft von Algen/Cyanobakterien und Pilzen) oder der große Röhrenwurm, der chemosynthetische Bakterien beherbert.

Trophieebenen

  • die verschiedenen Nahrungsebenen in einem Ökosystem

 

sustainable Development

  • Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung. Befriedigen der Bedürfnisse gegenwärtiger Generationen ohne die Lebensmöglichkeiten nachfolgender Generationen zu gefährden…..

 

global warming

  • Erhöhung der Durchschnittstemperatur auf der Erde. Stichworte: Treibhausklima, globale Erwärmung, Klimawandel
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Autor: Dr. Martina Henn-Sax

Dieses Dokument Glossar Ökologie ist Teil eines interaktiven Online-Kurses zum Thema Begriffe aus der Biologie.

Dr. Martina Henn-Sax verfügt über langjährige Erfahrung auf diesem Themengebiet.

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