abiweb
online lernen

Die perfekte Abiturvorbereitung
in Biologie

Im Kurspaket Biologie erwarten Dich:
  • 93 Lernvideos
  • 385 Lerntexte
  • 1900 interaktive Übungen
  • original Abituraufgaben
gratis testen

Rezeptoren und Neurotransmitter in Nervensystem

Neben Acetylcholin gibt es eine Reihe weiterer Neurotransmitter im zentralen Nervensystem (ZNS). Die Tabelle unten listet diese im Detail auf. Acetylcholin wirkt an verschiedenen Zelltypen unterschiedlich. Bei der Skelettmuskulatur (motorische Endplatte) ist der Effekt immer aktivierend, am Herzmuskel führt Acetylcholin hingegen zu einer Öffnung der Kalium-Kanäle, wodurch die Ausbildung von Aktionspotentialen erschwert wird.

Merke

Die Wirkungsweise der Neurotranmitter hängt von der Rezeptorfunktion ab. Die Wirkungsweise eines Neurotransmitters kann in jeder Zelle anders sein.

Transmitter

Hauptvorkommen

Strukturanaloga

Acetylcholin (ACh)

nikotinischer ACh-Rezeptor in Skelettmuskulatur

Agonist: Nikotin

Antagonist: Curare

muskarinischer ACh-Rezeptor in Herz, Eingeweide und ZNS

Agonist: Muskarin

Antagonist: Atropin

Noradrenalin

Herzmuskel, Eingeweidemuskulatur, ZNS

Agonist: Mescalin

Dopamin

erregende Wirkung im Mittelhirn

Agonist: LSD

Amphetamine setzen Dopamin frei

Serotonin

hemmende Wirkung im Hypothalamus, Hirnstamm (Schlafzentrum)

 

Glutaminsäure

erregende Wirkung in Neocortex und Kleinhirnrinde

 

Gamma-Aminobuttersäure (GABA)

hemmende Wirkung im Neocortex

Agonist: Valium

Beruhigungsmittel Nikotin wirkt über GABA-Rezeptor

Glycin

hemmende Wirkung im Kleinhirn, Rückenmark

Beruhigungsmittel Nikotin wirkt über Glycin-Rezeptor

Wirkung von Synapsengiften

  • Curare: Pflanzengift, wird bei Indianern als Pfeilgift verwendet, blockiert Acetylcholinrezeptoren der motorischen Endplatten, Tod durch Atemlähmung
  • Nicotin: Gift der Tabakpflanze, wirkt wie Acetylcholin, Cholinesterase kann Nikotin nicht abbauen
  • Alkylphosphate: org. Phosphatverbindungen in Kampfgas oder E 605, hemmen Cholinesterase, Tod durch Atemlähmung
  • Botulinumgift: von Clostrium botulinum in verderbendem Fleisch erzeugt, hemmt Acetylcholinausschüttung, Tod durch Atemlähmung
  • a-Latrotoxin: Gift der schwarzen Witwe, schlagartige Entleerung der synaptischen Bläschen, Tod durch Herzversagen
  • Muskarin: Pilzgift, wirkt wie Acetylcholin, kann von Cholinesterase nicht abgebaut werden, Atemlähmung
  • Atropin: Gift der Tollkirsche (Belladonna), blockiert Acetylcholinrezeptoren in Synapsen des Herzens, der Eingeweide und des Irismuskel, Tod durch Herzstillstand

Synapsen können Muskelzellen nicht nur anregen, sondern auch hemmen. Solche mit hemmender Wirkung hyperpolarisieren durch Öffnen der Kalium- und Chlorid-Kanäle der postsynaptischen Membran.

Methode

Hinweis zu Abituraufgaben:
Synapsengifte werden häufig als Beispiel in Abituraufgaben herangezogen!
Hier bitte nicht die einzelnen Gifte auswendig lernen, sondern vielmehr die Abläufe an der Synapse einprägen. Das Arbeitsmaterial bietet Ihnen genügend Informationen zum jeweiligen Synapsengift und dessen Wirkungsweise.

Lückentext
Bitte die Lücken im Text sinnvoll ausfüllen.

Neurotransmitter:

Sorgen für Nervenübertragung von Endknöpfchen zur postsynaptischen Membran. Ob Neurotransmitter erregend oder hemmend wirken, hängt tatsächlich von den der postsynaptischen Membran ab. Strömen Chlorid- oder Kaliumionen ein, sinkt das Rezeptorpotential; strömen Natrium-Ionen ein, steigt das Potential an.

0/0
Lösen

Hinweis:

Bitte füllen Sie alle Lücken im Text aus. Möglicherweise sind mehrere Lösungen für eine Lücke möglich. In diesem Fall tragen Sie bitte nur eine Lösung ein.

Kommentare zum Thema: Rezeptoren und Neurotransmitter in Nervensystem

  • Martina Henn-Sax schrieb am 19.02.2014 um 11:47 Uhr
    Hallo BenjaminF, Hauptvorkommen bezeichnet tatsächlich den Ort an dem dieser genannte Neurotransmitter am häufigsten aufzufinden ist. In anderen Organen/Teilen des Körpers findet sich z.B. Acetylcholin auch. Analoge werden als Stoffe bezeichnet, die dem eigentlichen Wirkungsstoff in Sturktur oder Funktion ähnlich sind. Mit Strukturanalogon ist ein Stoff bezeichnet, der eine dem ursprünglichen Wirkstoff (oder Neurotransmitter) ähnliche Strukutur hat und sich so z.B. in den für den Neurotransmitter Rezeptor passen. Gruß Martina Henn-Sax
  • BenjaminF schrieb am 19.02.2014 um 10:29 Uhr
    Guten Morgen, ich habe Probleme die obige Tabelle zu verstehen. Bedeutet die Spalte "Hauptvorkommen", dass es Rezeptoren für den genannten Transmitter nur in den genannten Körperregionen gibt? Und ist es richtig, dass in der Spalte "Strukturanaloga" Stoffe genannt werden die die selbe Struktur wie der Transmitter haben? mfg
Bild von Autor Dr. Martina Henn-Sax

Autor: Dr. Martina Henn-Sax

Dieses Dokument Rezeptoren und Neurotransmitter in Nervensystem ist Teil eines interaktiven Online-Kurses zum Thema Neurobiologie.

Dr. Martina Henn-Sax verfügt über langjährige Erfahrung auf diesem Themengebiet.
Vorstellung des Online-Kurses NeurobiologieNeurobiologie
Dieser Inhalt ist Bestandteil des Online-Kurses

Neurobiologie

abiweb - Abitur-Vorbereitung online (abiweb.de)
Diese Themen werden im Kurs behandelt:

[Bitte auf Kapitelüberschriften klicken, um Unterthemen anzuzeigen]

  • Neurobiologie - allgemein
    • Einleitung zu Neurobiologie - allgemein
    • Neurobio - Niedersachsen KC
    • Aufbau Nervenzelle
    • Ionen und Erregungsleitung
      • Einleitung zu Ionen und Erregungsleitung
      • Das Ruhepotential
      • Das Aktionspotential
        • Einleitung zu Das Aktionspotential
        • Refraktärzeit
        • Leitungsgeschwindigkeit des Aktionspotentials
      • Synapsenvorgänge
      • Rezeptoren und Neurotransmitter in Nervensystem
      • Informationsverarbeitung I: Art des postsynaptischen Potentials
        • Einleitung zu Informationsverarbeitung I: Art des postsynaptischen Potentials
        • Informationsverarbeitung II: räumliche und zeitliche Summation und präsynaptische Hemmung
        • Rezeptorpotential
        • Second Messenger - Prinzip der Informationsweitergabe
  • Motorische Endplatte
    • Einleitung zu Motorische Endplatte
    • Skelettmuskel
    • Muskelkontraktion
    • Der Reflex - Muskeln reagieren automatisch
    • Experimentelles Arbeiten in der Neurobiologie
      • Einleitung zu Experimentelles Arbeiten in der Neurobiologie
      • Präparation und Isolation von Nervenzellen
      • Patch-Clamp Methode
  • Sinnesphysiologie
    • Einleitung zu Sinnesphysiologie
    • Sinneszellen - Bau und Funktion
    • Reize
      • Adäquater Reiz
      • Rezeptorpotential
    • System Auge - Sehsinn
      • Einleitung zu System Auge - Sehsinn
      • Aufbau des Auges
        • Einleitung zu Aufbau des Auges
        • Bau und Funktion der Netzhaut
        • Fototransduktion - Molekularen Vorgänge in der Retina
    • Ohr - Gehör- & Gleichgewichtssinn
      • Einleitung zu Ohr - Gehör- & Gleichgewichtssinn
      • Sinneswahrnehmung im Innenohr - Das Labyrinth
      • Gehörorgan - Rezeption
      • Gleichgewichtsorgan - Vestibuläre Rezeption
    • Haut: Temperatur- & Tastsinn
  • Nervensystem - bei Wirbellosen und Wirbeltieren
    • Einleitung zu Nervensystem - bei Wirbellosen und Wirbeltieren
    • Nervensystem: ZNS-PNS-ANS
      • Einleitung zu Nervensystem: ZNS-PNS-ANS
      • Gehirn - Aufbau und Funktion
    • Erkrankungen des Nervensystem
      • Einleitung zu Erkrankungen des Nervensystem
      • Bildgebende Verfahren in der Medizin
      • Einfluss von Medikamenten
        • Einleitung zu Einfluss von Medikamenten
        • Einfluss von Drogen
          • Einleitung zu Einfluss von Drogen
          • Alltagsdroge Alkohol
          • Opiate
    • Lernen - ein komplexer Vorgang
      • Einleitung zu Lernen - ein komplexer Vorgang
      • Die molekularen Vorgänge des Lernens
        • Einleitung zu Die molekularen Vorgänge des Lernens
        • NMDA-Rezeptor: die Lösung für Lernvorgänge?
  • Hormone
    • Einleitung zu Hormone
    • Chemie der Hormone
    • Weitergabe der Hormoninformation
    • Homöostase – Prozessregulierung im Körper
      • Einleitung zu Homöostase – Prozessregulierung im Körper
      • Beispiel-Regelkreis - Blutzuckerspiegel
      • Regelkreis Beispiel -Thyroxinhaushalt
    • Stress: Zusammenspiel von Nerven und Hormonen
      • Einleitung zu Stress: Zusammenspiel von Nerven und Hormonen
      • Stress: Was passiert im Körper
  • 54
  • 10
  • 229
  • 27

Unsere Nutzer sagen:

  • Gute Bewertung für Neurobiologie

    Ein Kursnutzer am 22.11.2015:
    "ich lerne gerade für meine biologieklausur und der kurs ist echt prima "

  • Gute Bewertung für Neurobiologie

    Ein Kursnutzer am 21.01.2015:
    "Tolle Vorbereitungsmöglichtkeit! Ich habe mich von 5 Notenpunkten in der ersten Klausur auf 10 Notenpunkte in der zweiten Klausur verbessert!"

NEU! Sichere dir jetzt die perfekte Prüfungsvorbereitung und spare 20% bei deiner Kursbuchung!

20% Coupon: abitur20

Zu den Online-Kursen