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Im Kurspaket Biologie erwarten Dich:
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  • 515 Lerntexte
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nicht assoziatives und assoziatives Lernen

Verhaltensbiologie - Begriffe und Handlungen / Handlungen und Begriffe aus der Verhaltensbiologie / Verhaltensänderung

Nicht assoziatives Lernen

Die Reaktion auf einen willkürlichen Außenreiz nimmt ab. So wird z.B. eine Katze durch lautes Trommeln beim Fressen unterbrochen. Anfänglich unterbricht sie die Futteraufnahme, wenn das Baby trommelt. Dieses Verhalten wird aber nicht weitergeführt da das ungewöhnliche Geräusch (Trommellärm) nichts mit ihrer Aktion des Fressens zu tun hat. Es taucht auch auf, wenn sich die Katze putzt oder wenn sie schläft (oder dies versucht).

Es tritt ein Gewöhnungsprozess (Habituation) ein.

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nicht assoziativ: willkürlicher Außenreiz - Gewöhnung/Habituation

assoziatives Lernen

Beim assoziativen Lernen wird nun ein neutraler Reiz mit einem zweiten Reiz gekoppelt. Dieser zweite Reiz beinhaltet eine Belohnung oder Bestrafung.

  • gezieltes verbinden eines neutralen Reizes (z.B. Glocke) mit weiterem Reiz (z.B. der Futtergabe)
  • zweiter Reiz ist Belohnung oder Bestrafung

Klassische Konditionierung

Pawlowscher Hund

Verknüpfung des neutralen Reizes "Glocke läuten" mit dem Belohnungsreiz "Futtergabe". Diese Konditionierung führt dazu, dass die Reaktion "Speichelbildung", die bei der Futtergabe erzeugt wird nun auch bei bloßem Läuten der Glocke erfolgt.

Diese Konditionierung kann man z.B. in der Fischzucht einsetzen.

Wer einen Goldfisch zu Hause hat, kann dies direkt als verhaltensbiologisches Experiment umsetzen!

Dinnerbell is ringing! Fische in Freiwasser-Kultur gezogen werden auf ein aqustisches Signal trainiert. Immer wenn das neutrale Signal ertönt erhalten sie Futter. Diese Konditionierung wird genutzt um die Fische am Ende der Zuchtphase einzufangen.
Dinnerbell is ringing! Fische in Freiwasser-Kultur gezogen werden auf ein akustisches Signal trainiert. Immer wenn das neutrale Signal ertönt erhalten sie Futter. Diese Konditionierung wird genutzt um die Fische am Ende der Zuchtphase einzufangen.

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Klassische Konditionierung:

gezielte Kopplung des neutralen Reizes mit einem zweiten Reiz (=Belohnung/Bestrafung)

= assoziativ

Operante Konditionierung

Thorndike

Experiment mit Katzen, die in enge Boxen eingesperrt sind, sich aber durch die Betätigung des richtigen Hebels selbst befreien können und so zum „Belohnungsfutter" gelangen.

Skinner-Boxen

Skinner-Boxen werden zur Untersuchung komplexer Lernvorgänge eingesetzt.

Varianten: einfache und mehrteilige Skinner-Boxen

Die Skinner-Box: Die Maus als Versuchstier kann durch Drücken eines Hebels (Wirkreaktion) Futter beschaffen. Die erhaltene Belohnung in Form von Futter oder Wasser erfolgt nur unter bestimmten experimentellen Bedingungen, die das Versuchstier lernen muss.

Die Box ist gegen Störgeräusche von außen isoliert, das Experiment kann via Kamera aufgenommen werden. Das Verhalten des Versuchstieres wird so kontinuierlich beobachtet. Mithilfe dieser Apparatur wurde die operante Konditionierung untersucht.

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Lernen durch Belohnung ist wesentlich effektiver als Lernen durch Bestrafung.

Die operante Konditionierung unterscheidet sich von der klassischen Konditionierung dadurch, dass im ersten Fall das Versuchstier selbst bestimmen kann welche Kombinationen oder welche Wirkung es durch eine bestimmte Handlungsweise hervorruft. Bei der klassischen Konditionierung ist die Reizkombination vorgegeben.

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operante Konditionierung: Versuchstier lernt durch eigenes Handeln (Belohnungsreiz)

Dieser Inhalt ist Bestandteil des Online-Kurses

Verhalten

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Diese Themen werden im Kurs behandelt:

[Bitte auf Kapitelüberschriften klicken, um Unterthemen anzuzeigen]

  • Ethologische Aspekte des Verhaltens
    • Einleitung zu Ethologische Aspekte des Verhaltens
    • Einteilung Verhaltensbiologie
      • Einleitung zu Einteilung Verhaltensbiologie
      • Ethogramm
      • Beobachten und Beschreiben
  • Verhaltensbiologie - Begriffe und Handlungen
    • Handlungen und Begriffe aus der Verhaltensbiologie
      • Einleitung zu Handlungen und Begriffe aus der Verhaltensbiologie
      • Einteilung von Verhalten
        • Einleitung zu Einteilung von Verhalten
        • Methoden zur Ermittlung der Verhaltenseinteilung
      • Reflexe und Reflexbögen
      • Grundelemente des Verhaltens
      • Verhaltenssteuerung
      • Verhaltensänderung
        • Einleitung zu Verhaltensänderung
        • nicht assoziatives und assoziatives Lernen
        • Wie erfolgt Lernen?
          • Einleitung zu Wie erfolgt Lernen?
          • Molekulare Grundlagen des Lernens - NMDA-Rezeptor
  • Evolution und Verhaltensänderungen
    • Einleitung zu Evolution und Verhaltensänderungen
    • Verwandtschaftsselektion und Gesamtfitness
    • Verhalten Mensch vs. Primat
    • Aggressionstheorie
      • Einleitung zu Aggressionstheorie
      • Frustrations - Aggressionstheorie nach Dollard
      • Modell-Lernen nach Bandura
      • Mindmaps als Lernhilfe in der Verhaltensbiologie
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