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Biomembran und Kompartimentierung

Die Zelle: Baustein des Lebens

Die Zellmembran erfüllt zwei wichtige Funktionen. Zum einen bildet sie eine Barriere, die die wichtige Abgrenzung nach "außen" übernimmt, zum Anderen sorgt sie über Proteine für Austausch.

1. Barriere

= Lipiddoppelschicht bildet einen Schutzwall gegen die wässrige Umgebung "draussen" oder "drinnen" als Abgrenzung gegen ein anderes Zellkompartiment. Die Lipiddoppelschicht besteht aus sogennanten Phospholipiden. Daher übrigens der Name: Phospholipidmembran. Phospholipide bestehen aus, Glycerin, zwei Fettsäuren und einem dritten Substituenten mit einer Phosphatgruppe bestehen. Dies können z.B. Lecithin oder Sphingosin sein.

Warum eine Doppelschicht?

Gibt man einen Tropfen Öl in Wasser, sieht man das hydrophobe Öl auf dem Wasser schwimmen. "Fettaugen" in der Suppe beschreiben die Form recht gut. Die Abgrenzung zwischen Fett und Wasser wird deutlich sichtbar. Messungen in den 1920ziger Jahren ergaben, dass die Phospholipide, die ein rotes Blutkörperchen umschließen in einer Anzahl vorhanden sind, die ein doppeltes Umhüllen der Erythrozyten zulassen. So entstand die Idee einer Doppelmembran.  Phospholipide besitzen zwei unterschiedliche Seiten, bzw. Enden mit unterschiedlichen Vorlieben. So sind Glycerin und Phosphatgruppe polar und hydrophil (wasserliebend). Die Fettsäuren hingegen sind unpolar und hydrophob (wassermeidend) oder anders formuliert lipophil (fettliebend). Die Eigenschaft sowohl fett- als auch wasserliebend zu sein, wird als amphiphil bezeichnet.

Merke

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Phospholipide:       "Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh"

Eine zweite Besonderheit: Membranen bilden nie freie Enden. So kann ein Teil der Membran nur als Bläschen (Vesikel) abgetrennt werden. Ebenso können Membranen gleicher Bauart problemlos fusionieren.

Die Lipid-Doppelschicht ist relativ dicht. Nur sehr kleine und lipophile Moleküle wie CO2, Ethanol oder Harnstoff können ungehindert in jede Zelle eindringen. Das heißt die Phospholipidmembran bietet kaum Möglichkeit für den Austausch von Stoffen oder zur Zell-Zell-Interaktion bzw. Wechselwirkung zwischen Lebewesen. Diese Erkenntnis findet auch in der Medizin Anwendung: Mit Medikamenten angefüllte Vesikel können diese Wirkstoffe durch Fusion mit der Zellmembran in die Zelle einschleußen.

2. Kommunikation & Austausch

Funktion und Aktivität ist immer mit dem Funktionsträger Protein verknüpft. So auch innerhalb der Zellmembran. Während die amphiphilen Phospholipide für eine dichte Abgrenzung von Innen und Aussen sorgen, zeigen die Membranproteine vielfältige Möglichkeiten Stoff- und Informationstransport wahrzunehmen.

Dieser Inhalt ist Bestandteil des Online-Kurses

Zytologie

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Diese Themen werden im Kurs behandelt:

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  • Die Zelle: Baustein des Lebens
    • Einleitung zu Die Zelle: Baustein des Lebens
    • Zytologie als Thema im Abitur
    • Aufbau und Funktion der Zelle
      • Einleitung zu Aufbau und Funktion der Zelle
      • Organisationsmuster der Zelle
        • Einleitung zu Organisationsmuster der Zelle
        • Prokaryontenzelle
          • Einleitung zu Prokaryontenzelle
          • Unterteilung der Bakterien
            • Einleitung zu Unterteilung der Bakterien
            • Vermehrung von Bakterien
            • Bakteriophagen - Die Parasiten der Bakterien
        • Eukaryontenzelle
          • Einleitung zu Eukaryontenzelle
          • Organellen eukaryotischer Zellen
            • Einleitung zu Organellen eukaryotischer Zellen
            • Zellorganellen in der Übersicht
            • Chloroplasten und Mitochondrien im Fokus
    • Prokaryont - Eukaryont: Ein Vergleich
      • Einleitung zu Prokaryont - Eukaryont: Ein Vergleich
      • Mikroskopie von Zellen
      • Färbetechniken in der Mikroskopie
    • Biomembran und Kompartimentierung
      • Einleitung zu Biomembran und Kompartimentierung
      • Aufbau der Biomembran
      • Flüssig-Mosaik-Modell
      • Transportvorgänge in der Zellmembran
    • Zusammenfassung: Die Zelle
  • Organisationsebenen des Lebens
    • Einleitung zu Organisationsebenen des Lebens
    • Die Zelle als offenes System
    • Zellzyklus, Zellwachstum und Zellteilung
      • Einleitung zu Zellzyklus, Zellwachstum und Zellteilung
      • Mitose
      • Meiose
      • Onkologie - Unsterbliche Zellen
    • Vom Einzeller zum Mehrzeller
      • Einleitung zu Vom Einzeller zum Mehrzeller
      • Beispiele: Vom Einzeller zum Mehrzeller
    • Entwicklungsbiologie
      • Einleitung zu Entwicklungsbiologie
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        • Einleitung zu Embryonalentwicklung
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      • Fortpflanzung und Embryonalentwicklung beim Menschen
    • Stammzellen, Determinierung und Differenzierungsvorgänge
      • Einleitung zu Stammzellen, Determinierung und Differenzierungsvorgänge
      • Embryonale und adulte Stammzellen
        • Einleitung zu Embryonale und adulte Stammzellen
        • Differenzierung von Stammzellen
        • Beispiel: Genexpression bei Fruchtfliegen
        • Kerntransplantation: Therapeutisches Klonen
        • In Vitro Fertilisation und PID
    • Zusammenfassung: Organisationsebenen des Lebens
  • Die Pflanzliche Zelle
    • Einleitung zu Die Pflanzliche Zelle
    • Zelltypen
    • Dauer - und Teilungsgewebe
    • Pflanzenzelle im Lichtmikroskop
    • Nachweis von Glukose, Stärke, Cellulose, Lignin und Protein in Pflanzenprodukten
    • Zellkommunikation über Plasmodesmen
      • Einleitung zu Zellkommunikation über Plasmodesmen
      • Versuche zur Osmose - Tugor
        • Einleitung zu Versuche zur Osmose - Tugor
        • Vakuole und Plasmolyse
    • Zusammenfassung: Die pflanzliche Zelle
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