Abitur Niedersachsen 2016 – Was ist neu und was gilt es bei der Abi-Vorbereitung zu beachten?

In Niedersachsen gehen gut 800.000 Schülerinnen und Schüler zurück in die Schule. Was ändert sich mit dem Schuljahr 2015/2016?

Das erste Bundesland, das zu G9 zurück kehrt

Niedersachsen ist das erste Bundesland, das zurück zu G9, also zurück zum Abitur nach 13 Jahren geht. Bestand diese Möglichkeit die ganze Zeit schon an den Gesamtschulen, so wird nun (für alle Schüler in der 8. Jahrgangsstufe und darunter) auch am Gymnasium das Turbo-Abitur Geschichte sein. Ein großer Schritt für alle Gymnasien in Niedersachsen. Hatte man den Eindruck, als wären die Lehrer gerade im G8-Curriculum angekommen, ist nun der Schritt (oder Sprung) zurück zu G9 angesagt.

Eine gute Nachricht für die änderungsgeplagten Lehrer im Bundesland vom „Harz bis ans Meer“: ihre Arbeitszeit wird, wie von der rot-grünen Regierung angekündigt, verkürzt. Der Pferdefuß: die Regierung erwartet oder setzt eine freiwillige Mehrarbeit des Lehrpersonals an Schulen voraus. Ob das gut geht?

Abi-Kurse

Eine weitere Herausforderung wartet auf alle Lehrerinnen und Lehrer nicht nur in Niedersachsen. Massive Flüchtlingsströme, z.B. aus Syrien, kommen in Europa an. Gut, dass die Menschen hier die Sicherheit finden können, die in Ihren Heimatländern aufgrund von Krieg nicht gegeben ist. Die Flüchtlingskinder aus den betroffenen Ländern können nun endlich wieder zur Schule gehen. Ein Stück „normales Leben“ soll so für alle Kinder und Jugendliche gewährleistet werden. Nun gilt es die jungen Menschen zu integrieren, Sprachbarrieren zu überwinden und eine sichere Gemeinschaft für alle zu bilden.
Wir wünschen allen Lehrerinnen und Lehrer viel Kraft und Erfolg bei der Umsetzung aller Neuerungen in Niedersachsen. Allen Schülerinnen und Schülern wünschen wir einen guten Start!

Euer abiweb-Team

Abitur per Fernkurs

Abitur von Zuhause nachholen? – Das Fernabitur machts möglich!

Viele Wege führen zum Ziel – dieser Spruch bewahrheitet sich gerade in den vielen verschiedenen Möglichkeiten, das Abitur nachzuholen. Nicht jeder hat die Geduld, das Interesse, die Möglichkeiten oder auch die intellektuelle Reife, bereits als Jugendlicher die Hochschulreife zu erwerben. Viele haben zunächst einen Haupt- oder auch Realschulabschluss gemacht, sind anschließend in die Lehre gegangen und stellen nach einigen Jahren der Berufstätigkeit fest, dass sie in ihrem Job unterfordert sind, sich langweilen und/ oder die Karriereleiter weiter nach oben steigen möchten. Gehörst du auch zu diesen Menschen? Dann hast du die Chance, mit dem Abitur den höchsten deutschen Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen. Den Lernstoff für das Abitur kannst du etwa in Vollzeit an einem beruflichen Gymnasium oder voll- bzw. nebenberuflich am Abendgymnasium erwerben. Die Fachgymnasien etwa richten sich speziell an Menschen, die direkt von einer Realschule kommen oder bereits eine Berufsausbildung absolviert haben. Wenn du dich allerdings nicht an eine bestimmte Schule und deren Unterrichts- und Ferienzeiten binden kannst oder willst, so gibt es noch die Möglichkeit, per Fernunterricht das Abitur nachzuholen. Beim Fernabitur bist du in deiner Zeit- und Lernstoffeinteilung völlig frei, kannst lernen, wann und wo dir der Sinn danach steht.

Was genau ist das Fernabitur?

Das Fernabitur ist ein Fernlehrgang, der innerhalb einer bestimmten Zeit auf die Externenprüfung zum Erwerb der Hochschulreife vorbereitet. Die Dauer des Kurses variiert von Anbieter zu Anbieter, beträgt jedoch in der Regel zwischen 32 und 46 Monaten. Wie viel Zeit du tatsächlich bis zum Abitur brauchst, hängt aber auch von deiner Vorbildung ab sowie davon, wie intensiv und rasch du die Lernmaterialien durcharbeitest. Das Fernabitur ist ein ganz normales Abitur und berechtigt dich nicht nur dazu, ein Studium an einer Universität oder Hochschule aufzunehmen, sondern auch ohne weiterführendes Studium in deinem Beruf voranzukommen. In vielen Bereichen – z. B. in der Beamtenlaufbahn – ist das Abitur eine zwingende Voraussetzung, um eine höhere Laufbahn einzuschlagen.

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Welche Vorteile hat das Fernabitur?

Der wichtigste Vorteil an diesem Lehrgang ist natürlich die damit verbundene zeitliche und örtliche Flexibilität. Du musst nicht zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein und dort einen vorgegebenen Stundenplan abarbeiten, sondern kannst frei darüber bestimmen, was du wann und wo lernen möchtest. Natürlich kommst du um bestimmte Lerninhalte und Fächer nicht herum, da diese in der Abiturprüfung abgefragt werden, doch du kannst selbst über Lernzeit und -ort entscheiden. Du kannst den Fernlehrgang zum Abitur auch im Ausland belegen, dann werden dir die entsprechenden Unterlagen einfach an deine Adresse geschickt. Lediglich für die eigentlichen Abiturprüfungen musst du dann nach Deutschland reisen. Auch Berufstätige bzw. Eltern in der Familienzeit schätzen die Vorteile, die das flexible Fernabitur bietet. Wenn du das Abi neben deinen beruflichen und/ oder familiären Verpflichtungen ablegen möchtest, so kannst du dies per Fernabi mit einer wöchentlichen Lernzeit von durchschnittlich etwa 15 Stunden.

Welche Nachteile hat das Fernabitur?

Wer das Abitur via Fernlehrgang bestehen will, muss eigenverantwortlich und diszipliniert arbeiten können. Wenn du ständig Druck von außen brauchst, um den Lernstoff zu bewältigen, ist das Fernabitur vielleicht nicht die richtige Wahl für dich. Außerdem lernst du allein für dich, ohne jeglichen Klassenverband. Das hat natürlich auch jede Menge Vorteile, bedeutet aber auch, dass du den Lernstoff nicht mit deinen Mitschülern diskutieren und so vertiefen kannst. Andererseits hast du ohne Mitschüler auch deutlich weniger Ablenkung und kannst dich ganz auf dein Ziel konzentrieren.

Welche Voraussetzungen brauche ich für einen Einstieg?

Keine Angst, du musst als künftiger Fernabiturient keine hohen Voraussetzungen mitbringen. Es genügt, wenn du einen Hauptschulabschluss vorweisen kannst. Auch herausragende Noten sind kein Kriterium, Hauptsache, du hast einen Abschluss. Allerdings musst du bis zur Prüfungsanmeldungen einen Berufsabschluss vorweisen können, dies schreibt der Gesetzgeber vor. Hast du hingegen bereits den Realschulabschluss oder sogar die Fachhochschulreife in der Tasche, so kannst die Lehrgangszeit entsprechend verkürzt werden.

Wann kann ich mit dem Lehrgang beginnen?

Da die Fernschulen nicht von vorgegebenen Unterrichts- und Ferienzeiten abhängig sind, kannst du jederzeit in das Abenteuer Fernabitur starten. Du meldest dich bei der Fernschule deiner Wahl an und erhältst bereits kurz nach der Anmeldung die ersten Studienunterlagen.

Welche Fernschulen bieten einen Abiturlehrgang an?

Derzeit bieten fünf renommierte private Anbieter das Fernabitur an.

1. ILS – Institut für Lernsysteme

Das Hamburger Institut für Lernsysteme kann auf über 25 Jahre Erfahrung in puncto Fernabitur zurückblicken. Zudem kannst du hier an zwei Terminen im Jahr – jeweils im Frühjahr und im Herbst – die Abiturprüfungen ablegen.

2. SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt

Neben der HAF bietet nur die Studiengemeinschaft Darmstadt das Fach Kunst als Abiturfach an.

3. HAF – Hamburger Akademie für Fernstudien

4. FEB – Fernakademie für Erwachsenenbildung

5. AKAD

Das AKAD Kolleg bietet seit dem Frühjahr 2013 die Möglichkeit an, das Fernabitur zu absolvieren.

Welche Fächer muss ich belegen und welche Fächer werden schließlich im Abitur geprüft?

Da es sich beim Abitur um eine staatliche Prüfung handelt, sind bestimmte Fächer zwingend vorgeschrieben. Bundeslandübergreifend sind dies die Kernfächer Deutsch und Mathematik sowie zwei Fremdsprachen. Alle Fernschulen bieten die Fächer Deutsch, Mathematik, Französisch, Englisch, Latein, Sozialkunde, Religion und Geschichte sowie Physik, Biologie und Chemie an. Spanisch kann an der FEB sowie der ILS belegt werden, Kunst an der HAF und der SGD. Die Abiturprüfung wird in insgesamt acht Fächern abgelegt, davon vier schriftliche und vier mündliche Prüfungen.

Wie wird beim Fernabitur gelernt?

Regelmäßig erhältst du von deiner Fernschule Materialsendungen, die die Studienhefte sowie CDs für das Erlernen der Fremdsprachen enthalten. Dieses Material arbeitest du selbstständig durch. Bei der Bearbeitung erhältst du Übungsaufgaben, die du dann zur Überprüfung an deinen Fernlehrer schickst. Wenn du Fragen oder Probleme hast, kannst du dich jederzeit per E-Mail, Chat oder Telefon an deinen Fernlehrer wenden. Auch die Fremdsprachen erlernst du eigenständig, wobei dir CDs oder herunterzuladende mp3-Dateien weiterhelfen. Die Ferninstitute bieten zudem Präsenzseminare zum Vertiefen des Lernstoffs an, deren Besuch allerdings nicht verpflichtend ist.

Wie werde ich zur Prüfung zugelassen und wo findet diese statt?

Um schließlich zu den Abiturprüfungen zugelassen zu werden, musst du eine bestimmte Punktzahl erreicht haben. Die Punkte erhältst du bei den Probeklausuren kurz vor den eigentlichen Abiturprüfungen sowie für gelöste Übungsaufgaben. Die Abiturprüfungen kannst du nicht zu Hause im stillen Kämmerlein ablegen, sondern entweder in den Räumen des jeweiligen Instituts oder in einem kooperierenden Gymnasium.

Gibt es Geheimtipps, um das Fernabitur zu bestehen?

Durchhalten! Das Abitur nachzuholen, ist oft anstrengend – gerade, wenn du dich „nebenbei“ noch um deinen Job und um deine Familie kümmern musst. Doch wirf nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn es mal schwieriger wird. Verlange auch nicht von dir selbst, das Abi in der angegebenen Regelstudienzeit zu schaffen. Nimm dir Zeit – schließlich bieten die Fernschulen einen ausreichenden Zeitpuffer an. Nutze möglichst auch die Chance, Auszeiten zu nehmen – nur wer auch mal Pause macht, kann frisch und erholt erneut durchstarten. Auf fernstudieren.de erhältst du weitere wertvolle Tipps.

Proteinbiosynthese von der Schule in die Praxis

Gene – zentrales Dogma – Zwischen Theorie und Praxis

Unsere Autorin Martina Henn-Sax hat einen sehr aktuellen Artikel zum Thema Biologie und Praxis geschrieben:

Die Struktur der DNA ist einfach – im Schulbuch! Die Produktionsstraße „Proteinbiosynthese“ ist einfach, linear und gut verständlich – im Schulbuch! Der Status quo „Molekularbiologie“ ist seit einigen Jahren konstant – im Schulbuch!

Auch wenn es wirklich gute Schulbücher gibt, und diese selbstverständlich auch laufend aktualisiert werden, stellt sich die Frage, wie wir dieses sich ändernde Wissen oder „Unwissen“ in den Abiturprüfungen abgefragen. Wo kann eine vernünftige Grenze zwischen „Expertenwissen dort draußen“  und „Verständnis im geschützten Raum Schule“ gezogen werden?

Dieser Blogartikel ist aufgrund von zwei Impulsen entstanden:

Ich möchte mit Letzterem beginnen:

Der Fall Angelina Jolie

Am 14. Mai 2013 erhielten zwei Gene die Aufmerksamkeit einer breiten Mehrheit. Jeder Mediziner, Molekularbiologe und Humangenetiker freut sich über so eine Presseresonanz zu der vollbrachten wissenschaftlichen Arbeit. Die Gene, die diesen Wirbel verursachten waren BCA1 und BCA2. Warum plötzlich so ein Hype wurden die Gene doch bereits zur Jahrtausendwende beschrieben und als Ursache für Brustkrebs ins Visier genommen.

Ursache für den Presserummel war wohl eher ihre berühmte Trägerin Angelina Jolie und ihre Reaktion auf die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken. Es geht jedoch an dieser Stelle nicht um die Entscheidung an sich. Dieser Artikel will sich auf die Gene BCA1 und BCA2 konzentrieren und anhand dieses Beispiels den „Weg vom Gen zum Protein“, den „Weg vom Gen zur Information“ oder in diesem Fall zur „Krankheit“ diskutieren.

Beide Gene gehören zu den sogenannten Tumorsuppressorgenen. Diese Gene verhindern ein massives Wachstum der Zelle(n). Tauchen nun in Tumorsuppressorgenen Mutationen auf, so kann durch diese Genveränderung auch der Einfluss dieser Gene bzw. der Genprodukte beeinflusst werden. Die schützende, verlangsamende Wirkung des Tumorsuppressors wird aufgehoben. (Tumorsupressorgene werden auch im Unterricht behandelt, u.a. in Hessen). Beispielsweise steigt dadurch die Zellteilungsrate, wodurch diese veränderte Form von BCA 1 und BCA 2 das Krebsrisiko erhöhen.

Proteinbiosynthese im Schulunterricht

Betrachten wir die Proteinbiosynthese, so wie sie im Allgemeinen im Schulunterrichtdargestellt wird, dann ist dieses einfache Flussdiagramm korrekt:

DNA –> mRNA –> Protein (respektive Genprodukt)

Ganz so einfach ist die Realität dann doch nicht.

  1. besitzen wir immer zwei Allele eines jeden Gens (väterliche und mütterliche DNA)
  2. wird DNA nur zu ganz bestimmten Zeitpunkten bzw. in ganz bestimmten Zellen exprimiert
  3. ist die Expression von der Umwelt abhängig

Diese dritte Aussage klingt so „lapidar“, dass man Sie fast überlesen mag. Aber hier steckt der Teufel im Detail. Ein sehr guter Artikel wurde dazu schon 2008 in der Zeit  veröffentlicht. Hier beschreibt der Autor Uwe Bahnsen die Problematik der veränderten Genorganisation. Sein Titel „Erbgut in Auflösung“ erfasst in einem Satz den Paradigmenwechsel von oben erläuterten festgelegtem Weg der Genexpression zu dem was tatsächlich in der Zelle vorzugehen scheint. Der Autor schreibt folgendes:

„Das Erbgut eines jeden ist in beständigem Umbau begriffen. Die Folge: Jeder Organismus, jeder Mensch, selbst jede Körperzelle ist ein genetisches Universum für sich.“

So wird immer deutlicher, dass die DNA zwar in den Zellen eine Informationsgrundlage schafft, aber mit massiven Freiheitsgraden ausgestattet ist, diese zu interpretieren. Die DNA scheint nur ein Vorschlag, ein Ideengeber, alles weitere entscheidet das Individuum. Ganz nach dem Motto wie viele ganzheitliche Ansätze von „Körper – Geist – Seele“ das schon immer behaupten.

So zeigen die Sequenzierungsarbeiten immer deutlicher, dass jedes menschliche Individuum tatsächlich ein einzigartiges Geschöpf ist. So kommt es zu Veränderungen der DNA in den einzelnen Zellen. Gene werden mehrfach kopiert, Abschnitte entfernt oder vervielfacht. Dadurch wird auch die Zuordnung von „Gen“ zu „Krankheit“ immer schwieriger. Vor allem bei krankhaften Veränderungen der Zellen wie Krebs, die sowieso vom Zusammenspiel mehrerer genetischer Faktoren abhängig sind. Um es kurz zu machen: die DNA bestimmt nicht was für ein Mensch aus uns wird. Es sind die Faktoren die uns umgeben. Die Liebe der Eltern, die gesunde Ernährung, das ländliche Umfeld, der Stress im Büro. Das alles könnte man in einem Wort „Umweltfaktoren“ zusammenfassen.

Was lernen wir daraus? Was bringen all die Daten aus Gentests usw.

Was sind positive Umwelteinflüsse, was negative? Was ist mit den Faktoren, die wir momentan bei der Anamnese noch nicht erfassen. Beispielsweise stellt ein Arzt selten die Frage nach dem Kaffeekonsum der Patienten. Was mit Faktoren, deren Existenz wir uns momentan ggf. noch gar nicht bewusst sind?

Sie sehen das Dilemma, das sich hier aufzeigt. Wahrscheinlich kann kein Statistiker dieser Welt den tatsächlichen Wert der Brustkrebsgefahr errechnen. Dieser ist für jede Frau an jedem Ort dieser Welt verschieden – ganz unabhängig von BCA1 und BCA2. Dass die veränderten Varianten dieser Gene das Risiko nicht mindern ist so ziemlich das einzige in dieser Rechenformel das sicher scheint.

Daher kann jeder Gentest nur ein weiteres Puzzlestück sein, das dem Patienten und dem Arzt eine Entscheidung leichter oder auch schwerer machen kann. Die Aussagen sind nicht „ja“ oder „nein“. Es sind Wahrscheinlichkeiten. Selbst mit einem Risiko von 99% kann die Patientin ohne Brustkrebs bleiben.

Abiturrelevant oder wissenschaftlich korrekt?

Nach diesem ausführlichen Exkurs in die Molekularbiologie nun zurück zu unserem Ausgangsthema. Der Kommentar von Oachkatzerlschwoaf zu meinem Video „Bio Abitur Genetik: Genetischer Fingerabdruck“:

„ (…) das was hier vorgetragen wird entspricht nicht der Realität. ein Verbrechen, dass das noch gelehrt wird. Vom stabilen Genom muss sich die Pseudowissenschaft verabschieden, dies wurde bereits 2008 publiziert „Die Zeit“ Nr. 25. – Erbgut in Auflösung. Die DNA ist ständig im Wandel die Genetiker können nicht einmal ein Gen definieren und sprechen fast von einem Wunder. Die Vererbung liegt NICHT in der DNA. Alle Täterschafts- und Vaterschaftsnachweise sind ohne Aussagekraft.“

Oachkatzerlschwoaf hat sicherlich recht was seine Aussage angeht!

Wer tatsächlich in der Molekularbiologie drin steckt wird feststellen, dass tagtäglich neue Informationen publiziert werden. Informationen, die Bekanntes unterstützen, die etablierten Annahmen widersprechen, die das Wissen von Gestern komplett durcheinander wirbeln.

Das ist gut so. So ist Wissenschaft. Ohne Informationssuche, ohne Widerspruch bleiben wir ohne neuen Erkenntnisgewinn stehen. Als Biochemikerin, die lange Jahre in der Grundlagenforschung gearbeitet hat, weiß ich nur zu gut, dass sich der Stand der Wissenschaft von „heute auf morgen“ ändern kann.

Abi-Kurse

Doch wie vermitteln wir diese tägliche Flut an neuen, oftmals konträren Informationen im Schulunterricht?

In der Schule ist es wichtig Grundlagen zu legen. Verständnis für Vorgänge zu erzeugen, Zusammenhänge aufzuzeigen. Die Schüler, der später in der Forschung arbeiten werden, wird im Laufe ihrer Ausbildung sehr schnell in die Primärliteratur umsteigen, einzelne experimentelle Ansätze studieren und den Austausch mit anderen Forschungsgruppen suchen um ihre Forschungsfragen zu beantworten. Doch die Schule muss zunächst einmal anderen Dinge leisten.

Auch auf abiweb.de bereiten wir auf die Abiturprüfungen in den 16 Bundesländern vor. Die Prüfungsvorgaben sind dabei eindeutig festgelegt. Die Inhalte ebenso (EPA Biologie). Wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler das bei uns Lernen, was in den Prüfungen von Ihnen gefordert wird. Das ist unser Ziel: Schülerinnen und Schüler mit guten Noten sicher durch Ihr Abitur zu bringen. Zusätzliche Infos posten wir gerne auf unserem Blog, denn oftmals beinhaltet die Wissenschaft und das Leben mehr als der Schulunterricht.

 

Abiturvorbereitung Chemie und Praxisbezug

Schüler fragen sich bei der Abiturvorbereitung oft nach dem Sinn der Theorien die sie für die Abiturprüfung lernen sollen. Im Schulalltag wird leider viel zu selten auf den Praxisbezug der Inhalte eingegangen. Hier wollen wir von abiweb.de helfen und versuchen nicht nur in unseren Kursen an vielen Stellen einen Praxisbezug herzustellen. In unserem Blog wollen wir immer wieder zu bestimmten Themen etwas aus der Praxis erzählen und so ein größeres Interesse an den Abiturthemen erreichen. An dieser Stelle erzählt Benjamin Berk unser Dozent für die Chemie Online-Kurse etwas aus der Praxis.

Konservierungsstoffe – Das Wunder der Haltbarmachung

Konservierungsmittel dienen in Lebensmitteln dazu sie vor mikrobiellen Prozessen (Zersetzung, Fäulnis etc.) zu schützen und somit länger haltbar zu machen. Sie werden angewandt, wenn andere Methoden wie Pasteurisieren, Vakkuumierung eine nicht ausreichende Haltbarkeit versprechen.

Konservierungsmittel werden nach dem LFGB (Lebensmittel-, Futtermittel und Bedarfsgegenstände-Gesetzbuch) bzw. der VO (EG) 187/2002 in verschiedene Gruppen je nach Anwendungsgebiet unterteilt. Konservierungsmittel werden nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in Kosmetikartikel angewandt. Durch den direkten Kontakt mit dem Menschen müssen auch bei Kosmetik besondere Auflagen erfüllt werden.

Bei fehlender oder unzureichender Konservierung, besteht die Gefahr, dass Lebensmittel oder Kosmetikartikel nach Artikel 14 (VO EG 187/2002) nicht sicher, oder gar gesundheitsschädlich sind. Dass diese nicht in den Verkauf geraten ist verständlicherweise verboten und muss vom Erzeuger garantiert sein.

Chemie hilft bei Lebensmittelkontrollen

Diese Tatsachen habe ich im Rahmen eines Lebensmittelhygiene-Praktikums bei der Abteilung Verbraucherschutz und Sicherheit der Stadt Mannheim gelernt. Hier werden wissenschaftliche Gutachten von entnommenen Proben in Lebensmittelbetrieben  erstellt. Diese kommen mit einer Aufführung von chemischen Methoden, Grenzwerten und Maßstäben zurück, die man ohne die Chemie niemals verstehen würde. Die Kenntnis von  Theorien der Chemie helfen, dass wir keine gesundheitsschädlichen Lebensmittel im Handel kaufen.

Mit dieser Motivation wünsche ich euch viel Erfolg bei der Abiturvorbereitung in der Chemie, euer Chemie Dozent Benjamin Berk.