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Epische Formen - Märchen, Roman und Co.

Methodisches Vorwissen
Besonderheiten und Merkmale verschiedener Textsorten / Epik - erzählende Literatur

Die Epik als eine der drei literarischen Gattungen neben der Lyrik und der Dramatik umfasst fiktive Erzählungen aller Art, die in Versen oder Prosa geschrieben sein können. Die vielfältigen epischen Texte werden anhand ihres Textumfangs in verschiedene Formen untergliedert: 

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Epische Kleinformen: Sage, Märchen, Legende, Parabel, Schwank, Anekdote, Fabel, Kurzgeschichte, Kalendergeschichte.

Mittlere epische Formen: Novelle

Epische Großform: Roman 

Die meisten Textsorten wirst du sicherlich kennengelernt haben, sodass eine kurze Erklärung reichen wird. Zunächst zu den epischen Kleinformen

Epische Kleinformen

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Sage: Erzählung über ein historisches Geschehen mit realem Kern und realen Ortsangaben mit oft negativem Ausgang. 

Märchen: Kein realer Kern und fehlende Orts- und Zeitangaben. Fantastische Wesen begleiten einen Helden auf seiner Reise und bei seinen Prüfungen. 

Legende: Erzählung über das Leben und Werk eines Heiligen mit realer Figur aber erdachter Situation. 

Parabel: Gleichnischarakter, indem etwas Allgemeines in einer besonderen Situation dargestellt wird. 

Schwank: Alltägliches wird scherzhaft und karikativ mit den Mitteln der Gegensätzlichkeit, Übertreibung und Typisierung dargestellt. 

Anekdote: Ereignis aus dem Leben einer historischen Person wird spannungsreich und mit einer Pointe am Ende zur Belehrung und Unterhaltung dargestellt. 

Fabel: Erzählung mit Tieren als Handelnde, die eine Lehre enthält. 

Kurzgeschichte: Erzählung mit geringem Textumfang und Verkürzung auf das Wesentliche sowie einem unmittelbaren Anfang. 

Kalendergeschichte: Kurze Erzählung mit einfachem und verständlichem Stil, die der Belehrung, Unterhaltung oder Verhaltensanweisung dient. 

Mittlere epische Formen

Eine mittlere epische Form ist die Novelle.

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Novelle: Ein zentraler Konflikt und eine neue, besondere Begebenheit wird dargestellt. Dabei ist der Inhalt stark verdichtet und bezieht sich meist nur auf eine Handlung bzw. einen Konflikt. Der Aufbau erinnert an den eines geschlossenen Dramas: Exposition, Steigerung, pointierter Wendepunkt, Abfall und Ausklang.  

Epische Großform

Der Roman, der uns in den verschiedensten Themenbereichen, Stoffen, Erzählstrukturen und Zielarten begegnet, ist eine epische Großform. Aufgrund der unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten kann die Textsorte nur grob umrissen werden: 

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Roman: Im Gegensatz zur Novelle sind die Zusammenhänge und Themen im Roman oft ausführlich dargestellt und Charakterentwicklungen erkennbar. 

Jetzt hast du einen guten Überblick über die verschiedenen epischen Formen erhalten. Natürlich musst du nicht jede Textsorte samt ihrer Eigenschaften auswendig lernen, sondern es geht darum, dass du, wenn du auf eine Textsorte triffst, über die Besonderheiten Bescheid weißt und diese an geeigneter Stelle einbringen kannst, wie in diesem Beispiel: 

Beispiel

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Typisch für Kurzgeschichten ist der unmittelbare Anfang mitten im Geschehen. Auch in der hier vorliegenden Kurzgeschichte von (Autor) steigt der Leser mitten in das Geschehen ein und erfährt nur nach und nach, worum es geht und welche Personen relevant sind. 

Du siehst, dass die Nennung der Eigenschaften einer Textsorte alleine nicht sinnvoll ist, sondern immer in Zusammenhang mit dem vorliegenden Text gebracht werden sollte. 

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