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Die Literatur des Expressionismus

Thematisches Vorwissen
Literaturepochen im Überblick

In der Zeit um die Jahrhundertwende kommt der Expressionismus auf, der von 1905-1925 datiert wird.

Im Gegenzug zu naturalistischen Tendenzen bildet sich eine experimentell orientierte Strömung heraus, in der die Künstler Gefüle und neue Erfahrungen darstellen, indem sie alte Formen sprengen und einen Neuanfang anstreben. 

Hintergründe des Expressionismus 

Unter Kaiser Wilhelm dem II. steht das innenpolitische Leben in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg weitgehend still, sodass viele, darunter Expressionisten, den Krieg als Ausweg dieses Stillstandes bewerten. 

Die Industrialisierung läuft weiterhin und die damit einhergehende Verstädterung treibt den Wachstum der Großstädte voran. 

Themen und Motive des Expressionismus 

Die Autoren der expressionistischen Literatur reagieren mit ihren Texten auf die neuen Bedingungen, sodass soziale, wirtschaftliche und politische Veränderungen wiederkehrende Themen sind. In ihren Texten kritisieren die Autoren die Industrialisierung und den Kapitalismus, die das Leben der Menschen stark beeinflussen. Weiterhin protestieren sie gegen den Verlust von Individualität, den Materialismus, den Verfall der Kultur, technischen Fortschritt und das soziale Elend.

Merke

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Ein immer wiederkehrendes Motiv ist daher die Großstadt, denn die Ausdehnung der Großstädte, innerhalb derer Anonymität das Gefühl des Verlorenseins hervorruft, wird als Hauptgrund für die Verschlechterungen gesehen. 

Literatur des Expressionismus 

Die Autoren des Expressionismus entstammen meist der bürgerlich-gebildeten Schicht. In ihren Texten kritisieren sie die damaligen politischen und gesellschaftlichen Zustände und warnen vor einer Gesellschaft ohne Moral und Rücksicht. Innerhalb der Texte wird daher oft das Abstoßende und Hässliche angesprochen und ein Realitäts- und Logikbezug fehlt ihnen meist. 

Mit der Sprache heben sich die Expressionisten deutlich von anderen Epochen ab. Sie ist oft subjektiv, besonders intensiv und zeichnet sich durch einen hohen Metapherngebrauch sowie Neologismen (Wortneuschöpfungen) aus. 

Autoren und Werke des Expressionismus 

Du kennst mit Sicherheit einige der expressionistischen Autoren und Werke:

Hinweis

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Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz 

Franz Kafka: Die Verwandlung, Das Urteil, der Proceß

Georg Trakl: Gedichte

usw...

Alles klar? Dann gehen wir einen Schritt weiter in der Geschichte und widmen uns der Weimarer Republik.  

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