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Interjektion - Wortarten kennenlernen

Video: Interjektion - Wortarten kennenlernen

Interjektionen nennen wir auch Ausrufewörter oder Empfindungswörter. Sie drücken eine Empfindung, einen Willen oder eine Haltung aus, wie zum Beispiel Freude, Nachdenken und Überraschung. Sie bilden eigene selbstständige Aussagen und stehen allein im Satz. Interjektionen können wir nicht flektieren, das heißt, sie sind unveränderlich. Meistens wirst du sie eher in der gesprochenen Sprache finden. 

Beispiel

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Ach könnte ich doch zu dem Fußballspiel fahren. 

Aua! Das hat weh getan.

Igitt, ist das eklig. 

Wir können das Wort Interjektion aus dem Lateinischen herleiten.

Hinweis

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Interiectio übersetzen wir im Deutschen mit Einwurf.

Die Interjektion wird also wie der Name sagt einfach in den Satz mit hinein geworfen und steht dann oft am Anfang und am Ende, selten steht sie auch zwischen den einzelnen Satzgliedern. 

Man kann verschiedene Arten von Interjektionen unterscheiden. 

Empfindungswörter

Die Empfindungswörter weisen darauf hin, wie der Sprecher sich gerade fühlt. Welche Empfindungen er gerade hat: ach, aua, au, igitt, hurra, oh, bäh.

Beispiel

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Bäh! Dieser Spinat sieht besonders eklig aus.

Hurra, die Schule ist aus. 

Oh das wollte ich nicht. 

Aufforderungswörter 

Mit den Aufforderungswörtern kann der Sprecher seinen Wunsch signalisieren, dass jemand etwas tun soll. Er fordert ihn also auf, zu handeln: hallo, he, heda, pst, dalli, hü, tschüs.

Beispiel

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Heda, geh wieder an die Arbeit!

Tschüs, du kannst jetzt gehen. 

Beeil dich mal etwas, aber dalli!

Lautnachahmungen

Laute werden nachgeahmt und dann geschrieben. Das nennt man Lautnachahmungen: hatschi, miau, peng, klirr, kikeriki.

Beispiel

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Hatschi, die fiesen Pollen.

Klirr, machte das Geschirr. 

Gesprächswörter

Diese Wörter werden häufig, oft auch unterbewusst, im Gespräch gebraucht. Ist dir das bei dir selbst auch schon einmal aufgefallen? Dadurch verzögert sich das Sprechen, zum Beispiel wenn man kurz nachdenkt. Oder es wird deutlich, dass dem Sprecher gerade etwas wieder eingefallen ist oder er etwas nicht verstanden hat: hm, aha, genau, ja, richtig, bitte? was?, okay, gut.

Beispiel

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Hm was hatte ich noch gleich gesagt?

Bitte? Wiederhole es noch einmal.

Gut, so können wir es machen. 

Ja, ich stimme dir voll und ganz zu. 

Antwortpartikeln

Die Antwortpartikeln verwenden wir, wenn wir eine Antwort geben möchten: ja, nein, doch.

Beispiel

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Ja, das sehe ich genauso.

Doch, das sollte so gemacht weden. 

Nein, was hast du dir dabei gedacht.

Grußwörter

Wir verwenden die Grußwörter, wie ihr Name bereits verrät, wenn wir jemanden begrüßen oder verabschieden: hallo, huhu, tschüs, hey, huhu.

Beispiel

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Hallo, lange nichts gehört.

Huhu, wie geht es dir?

Lock-und Scheuchlaute 

Die Lock-und Scheuchlaute haben ähnlich wie die Aufforderungslaute einen auffordernden Charakter. Die Aufforderung ist hier aber vor allem an Tiere gerichtet: putt putt, miez-miez, hüh.

Beispiel

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Putt putt, komm her. 

Abgeleitete Wörter aus anderen Wortarten

Einige Ausrufe kommen zustande, indem sie aus anderen Wörtern abgeleitet werden oder sich auf andere Wörter beziehen. Du kennst einige dieser Wörter sicher. Sie haben ihre eigentliche Bedeutung verloren und bilden jetzt einen Ausruf: donnerwetter, mist, man, verdammt.

Beispiel

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Donnerwetter, war das ein Spiel.

Verdammt, ich hab den Geburtstag vergessen. 

Kommasetzung -  Interjektionen

Wie du in den Beispielen bisher vielleicht schon bemerkt hast, werden die Interjektionen meistens durch ein Komma getrennt. 

Beispiel

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Ach, wie konnte ich das vergessen. 

Ja, das fand ich sehr nett. 

Dazu kannst du dir merken:

Merke

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Ausrufe, Bekräftigungen usw. werden durch ein Komma abgetrennt, wenn man möchte, dass etwas hervorgehoben wird. Wenn man keine Hervorhebung beabsichtigt, muss man kein Komma setzen. 

Betonung - Interjektion

Auffällig ist, dass je nach Art der Betonung und des Tonfalls der Sinn der Interjektion verändert werden kann. Die Betonung und der Tonfall werden durch das Satzzeichen angezeigt. Probiere es einmal aus!

Methode

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Hey?

In der Bedeutung, dass jemand gerufen wird. 

Hey!

In der Bedeutung, dass jemand ermahnt wird.

Hey, ist doch nicht so schlimm!

In der Bedeutung, jemanden zu trösten. 

Du hast nun gesehen, dass die Interjektionen zwar kleine Wörter sind, aber recht vielfältig vorkommen. Schau doch einmal in die Übungen hinein und finde heraus, ob du alles verstanden hast. Wir wünschen dir dabei viel Spaß!

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