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Die synthetische Evolutionstheorie

Video: Die synthetische Evolutionstheorie

Die zentrale Frage der Evolutionsforschung lautet: Wie sind neue Arten entstanden?

Wie du sicherlich schon einmal bemerkt hast, gibt es in der Forschung nicht immer DIE EINE geltende Theorie. Dir werden immer mehrere Theorien begegnen, die parallel existieren und etabliert sind.

5 Evolutionstheorien - Auf einen Blick

Und so kennen wir fünf Theorien der Evolutionsforschung, die sich voneinander abgrenzen oder sich ergänzen, also weitergedacht wurden:

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Die 5 Theorien der Evolution:        

  1. Kreationismus Gott hat die Welt erschaffen. Das, was er geschaffen hat, ist unveränderlich.
  2. Cuvier - Theorie Arten wurden durch zufällige Umweltkatastrophen, wie z.B. Überschwemmungen vernichtet
  3. Lamarck - Theorie Gebrauch oder Nichtgebrauch von Organen führt zur stärkeren Ausprägung oder deren Rückbildung. Neu erworbene Merkmale werden an nachfolgende Generationen vererbt.
  4. Darwin - Theorie „Survival of the Fittest“ - Selektion der Arten durch natürliche Auslese. Der am besten Angepasste überlebt. Der weniger gut Angepasste wird nach und nach verdrängt.
  5. Synthetische Theorie Hat die Evolutionstheorie nach Darwin als Grundlage. Vereint diese Erkenntnisse mit denen der neuen Forschung aus Genetik, Ökologie, biologischer Systematik u.v.m. Die fünf Evolutionsfaktoren wirken auf den Genpool der Arten.

In diesem Lerntext erklären wir dir, was du dir unter der Synthetischen Evolutionstheorie vorstellen kannst. Diese wurde erstmals 1937 von Theodosius Dobzhansky und 5 Jahre später von Ernst Mayr begründet. Es existiert keine exakte Definition zu dieser Theorie, aber wir wollen dir hier erklären, was der Ansatz der Synthetischen Evolutionstheorie ist und was du alles dazu wissen musst.

Synthetische Evolutionstheorie - Definition

Wenn es eine Definition geben würde, könnte sie wie folgt formuliert sein:

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Die Synthetische Evolutionstheorie vereint neue Erkenntnisse aus den Teilbereichen Genetik, Ökologie, biologischer Systematik u.v.m. aus dem 20. Jahrhundert mit der Evolutionstheorie nach Darwin. Die fünf Evolutionsfaktoren wirken auf den Genpool der Arten und sind verantwortlich für die Veränderung des Genpools einer Population. 

Charles Darwin, der Begründer einer der fünf Evolutionstheorien, ist der Meinung, dass Arten durch veränderte Umweltbedingungen entweder aussterben oder sich an diese Veränderungen anpassen und weiterleben. Dies nennt man natürliche Selektion. Die Arten, die aussterben würden, haben sich nicht genug an die Veränderungen angepasst, um dort überleben zu können.

5 Evolutionsfaktoren - nach Dobzhansky und Mayr

 Die Forscher Theodosius Dobzhansky und Ernst Mayr haben unabhängig voneinander diese Theorie nach Darwin weiterdenken wollen. Mit neuen Erkenntnissen aus den verschiedensten Forschungsfelder, die sich im 20. Jahrhundert häuften, ergänzen sie die Evolutionstheorie nach Darwin mit den 5 Evolutionsfaktoren Mutation, Rekombination, Selektion, Gendrift und Isolation.

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Evolutionsfaktoren: Ursachen, die für die Veränderung der Allelhäufigkeit innerhalb eines Genpools einer Population verantwortlich sind.

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Die 5 Evolutionsfaktoren:

  1. Mutation zufällige Veränderung des genetischen Materials
  2. Rekombination Neuanordnung von genetischem Material führt zur genetischen Variabilität der Individuen (Sex, sowie Inter- und Intrachromosomale Rekombination)
  3. Selektion natürliche Auslese von Merkmalen von Individuen innerhalb Population
  4. Gendrift durch Umweltereignisse zufallsbedingte Veränderung der Allelhäufigkeit innerhalb eines Genpools (Gründer-, Flaschenhals-Effekt)
  5. Isolation Abtrennung und Isolierung von Teilen einer Population durch zum Beispiel geographische Barrieren (geographische Isolation)

Doch an welcher Stelle denken sie die Evolutionstheorie von Darwin weiter? Spätestens wenn du dir die 5 Evolutionsfaktoren nochmal genauer ansiehst, wird dir auffallen, dass diese die Selektion aufgegriffen haben. Das, was Darwin damals schon behauptet hat, konnte nun durch Ergebnisse aus neusten Forschungen nachgewiesen werden: Arten bleiben bestehen, wenn sich gut angepasste Individuen einer Population, bzw. eine ganze Art an veränderte Umweltbedingungen angepasst haben. Und genau an diesem Punkt mussten Dobzhansky und Mayr die Selektionstheorie nach Darwin ergänzen. Wie sind denn überhaupt neue Arten entstanden, die nun durch natürliche Auslese aussterben können oder weiterleben können?

Dobzhansky und Mayr sind der Meinung, dass die 5 Evolutionsfaktoren in ihrer Kombination und in ihrem Zusammenwirken verantwortlich für die Veränderung des Genpools einer Population sind und demnach für das Entstehen neuer Arten. 

Nun weißt du, wie sich die Synthetische Evolutionstheorie etabliert hat und was sie ausmacht. Vertiefe Dein Wissen jetzt auch in unseren Übungsaufgaben. Dabei wünschen wir Dir viel Spaß und Erfolg!

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Wie könnte eine Definition der Synthetischen Evolutionstheorie heißen?

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