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Der Wasserkreislauf der Erde

Video: Der Wasserkreislauf der Erde

Das Naturelement Wasser ist ein essentieller Stoff für jegliches Leben auf dem Planeten Erde. Der sogenannte blaue Planet zeichnet sich dadurch aus, dass mehr als zwei Drittel seiner Oberfläche von Wasser bedeckt sind. Nutzbar für die Lebewesen sind aber nur ein kleiner Anteil davon, denn sie sind auf Süßwasser angewiesen. Das existiert jedoch nur zu einem Anteil von 3% auf der Erde und größtenteils ist dieses in Eis und Schnee (z.B. in der Arktis) gebunden. Das nutzbare Trinkwasser gibt es demnach also nur in einer geringen Menge. Damit dieser Anteil nicht irgendwann vollständig aufgebraucht ist, wird sie durch den Wasserkreislauf der Erde ständig erneuert.

Dabei spielen die Atmosphäre, das Land und das Meer die wichtigsten Rollen. Wie der Kreislauf genau abläuft schauen wir uns jetzt an.

Die Prozesse des Wasserkreislaufs

Der Wasserkreislauf ist ein großes Transportsystem, das durch die Sonne angetrieben wird. Wasser verdunstet aus Seen, Talsperren oder Meeren und steigt gasförmig (als Wasserdampf) in die Atmosphäre auf. Dort bilden sich feine Wassertröpfchen oder Eiskristalle die man als Wolke oder Nebel kennt. In dieser Form kann das Wasser durch den Wind über weite Strecken transportiert werden. Erreichen die Tröpfchen oder Eiskristalle eine bestimmte Größe, werden sie zu schwer, um in der Atmosphäre gehalten werden zu können. Sie kondensieren und es kommt zu Niederschlägen, die in Form von Regen, Schnee oder auch Hagel das Wasser wieder zur Erdoberfläche zurückbringen. Je nachdem wo dieser Niederschlag fällt, kann er in Schnee und Eis gebunden werden (z.B. polare Regionen) oder im Grund versickern. Das versickere Wasser füllt die Bodenwasserreserven auf, die von der pflanzlichen Vegetation genutzt wird. In tieferen Bodenregionen werden die Grundwasserreserven aufgefüllt. Aus den einzelnen Bodenschichten fließt das Wasser ab und erreicht sogenannte Vorfluter. Darunter kannst du Bäche und Flüsse verstehen, die ineinanderfließen und schlussendlich in Seen oder Meeren münden. Dort kann durch die Wärme der Sonne ein erneuter Verdunstungsprozess eintreten. 

Dieser Kreislauf ist sehr wichtig für die Fauna (Tierwelt) und Flora (Pflanzenwelt) der Erde. Viele Organismen benötigen Süßwasser, um zu überleben. Beim Verdunsten der Meere steigt lediglich jenes Süßwasser in die Atmosphäre auf und das Salz verbleibt im Meer. Somit wird das Wasser nutzbar gemacht, bevor es am Ende wieder in die Meere zurückgelangt. 

Da eine große Fläche der Erde aus Meeren besteht, existieren auch viele "kleinere" Kreisläufe, die aus Verdunstung, Transport (durch den Wind) und Niederschlag direkt über dem Meer bestehen.

Welche Faktoren haben Einfluss auf den Wasserkreislauf? 

Wie gut oder schnell der Wasserkreislauf abläuft, hängt von einigen Faktoren ab. So sind die Temperatur, die Stärke und Richtung des Windes, die Dichte der Pflanzenwelt, aber auch der Tierwelt oder die generelle Gestaltung der unterschiedlichen Gelände Einflussfaktoren auf den Ablauf des Wasserkreislaufs. Aber nicht nur die natürlichen Begebenheiten, sondern auch die vom Menschen geschaffenen Umweltveränderungen wirken auf den Wasserkreislauf ein. So haben beispielsweise Flussbegradigungen oder Staubecken massiven Einfluss auf das Rückhaltevermögen und den Erhalt der entsprechenden Ökosysteme. Zudem verhindert der verbaute Beton das Versickern des Wassers und damit die Neubildung von Grundwasser.

Jetzt kennst Du die einzelnen Abläufe des Wasserkreislaufs. Vertiefe Dein Wissen auch in unseren Übungsaufgaben. Dabei wünschen wir dir viel Spaß und Erfolg! 

Multiple-Choice

Warum ist der Anteil des nutzbaren Süßwassers auf der Erde so gering?

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