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Es gibt keine endgültige Aggressionstheorie. Dennoch gilt heute als gesichert, dass endogene und exogene Faktoren einen deutlichen Einfluss auf die Aggressionsbereitschaft von Lebewesen (Bsp. Mensch) haben.

So war Konrad Lorenz noch 1963 ein Vertreter der Triebstautheorie, nach der Aggression ein Produkt der sich im Nervensystem anstauenden Energie sei. Während Lorenz allein auf intrinsische Faktoren setzt, widerspricht ihm der Sozialwissenschaftler John S. Dollard mit seiner Frustrations-Aggressions-Theorie, die Frustration als notwendige Bedingung für aggressives Verhalten erklärt.

Psychohydraulisches Instinktmodell nach Lorenz

Das Modell von Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen setzt sich das Ziel, sämtliche beobachtbaren und als angeboren angenommenen Verhaltensweisen von Tieren unter einem einheitlichen Gesichtspunkt zu betrachten. Die Grundlage dieses psychohydraulischen Instinktmodells ist die Hypothese, dass das Verhalten aller Tiere durch klar gegeneinander abgrenzbare Instinkte verursacht und gelenkt wird.

Video: Aggressionstheorie

Es gibt keine endgültige Aggressionstheorie. So ist heute sicher, dass endogene und exogene Faktoren einen deutlichen Einfluss auf die Aggressionsbereitschaft von Lebewesen (Bsp. Mensch) haben.

Fragestellung: Was passiert, wenn es schon lange nicht mehr zu einer Instinkthandlung gekommen ist?

  • Leerlaufhandlung: Instinkthandlung ohne Intention → Schwellenwert extrem niedrig; kein auslösender Schlüsselreiz
  • Übersprungshandlung: unangemessenes, spontan auftretendes Verhalten in Konfliktsituationen → Bsp.: kämpfende Hähne scharren im Sand
  • Intentionsbewegung: schwache Reaktion auf schwachen Reiz; Antrieb sehr gering

 

Das Modell veranschaulicht das Prinzip der doppelten Quantifizierung, das besagt:

 

  • Je stärker ein Außenreiz (Schlüsselreiz) ist, desto stärker fällt eine Reaktion aus.
  • Je stärker der innere Antrieb (Motivation) ist, desto stärker fällt eine Reaktion aus.
  • Ein sehr starker Reiz und eine sehr hohe Motivation können einen fehlenden Impuls komplett ersetzten.
    • Bsp.: Nahrungssuche → Appetenzverhalten → Taxis → Endhandlung

Wichtig

Bemerkung: Verhalten ist wesentlich komplexer! Das Modell ist eine Annäherung, jedoch keine umfassende Erschließung von angeborenem Verhalten.

Mögliche Ursachen der Aggression beim Menschen

Es liegt eine genetische Komponente (Gene und ihre Genprodukte) vor, aber auch ein sehr deutlicher Einfluss durch die Umwelt.

Mögliche Ursachen der Aggression beim Menschen.  Es gibt eine genetische Komponente (Gene und ihre Genprodukte), aber auch einen sehr deutlichen Einfluß der Umwelt (gelbe Blöcke).

Mögliche Ursachen der Aggression beim Menschen. Es gibt eine genetische Komponente (Gene und ihre Genprodukte), aber auch einen sehr deutlichen Einfluss der Umwelt (gelbe Blöcke).

Merke

Endogene und exogene Faktoren bestimmen das Verhalten.

Lückentext
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So war Konrad Lorenz noch 1963 ein Vertreter der , wobei Aggression durch ein Produkt der sich im Nervensystem anstauenden Energie sei. Während Lorenz allein auf Faktoren setzt, widerspricht der Sozialwissenschaftler Dollar mit seiner Frustrations-Aggressions-Theorie, wobei einem aggressiven Verhalten immer eine Frustration vorausgegangen sein muss.
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Bild von Autor Dr. Martina Henn-Sax

Autor: Dr. Martina Henn-Sax

Dieses Dokument Aggressionstheorie ist Teil eines interaktiven Online-Kurses zum Thema Verhalten.

Dr. Martina Henn-Sax verfügt über langjährige Erfahrung auf diesem Themengebiet.
Vorstellung des Online-Kurses VerhaltenVerhalten
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Verhalten

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Diese Themen werden im Kurs behandelt:

[Bitte auf Kapitelüberschriften klicken, um Unterthemen anzuzeigen]

  • Ethologische Aspekte des Verhaltens
    • Einleitung zu Ethologische Aspekte des Verhaltens
    • Einteilung Verhaltensbiologie
      • Einleitung zu Einteilung Verhaltensbiologie
      • Ethogramm
      • Beobachten und Beschreiben
  • Verhaltensbiologie - Begriffe und Handlungen
    • Handlungen und Begriffe aus der Verhaltensbiologie
      • Einleitung zu Handlungen und Begriffe aus der Verhaltensbiologie
      • Einteilung von Verhalten
        • Einleitung zu Einteilung von Verhalten
        • Methoden zur Ermittlung der Verhaltenseinteilung
      • Reflexe und Reflexbögen
      • Grundelemente des Verhaltens
      • Verhaltenssteuerung
      • Verhaltensänderung
        • Einleitung zu Verhaltensänderung
        • nicht assoziatives und assoziatives Lernen
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  • Evolution und Verhaltensänderungen
    • Einleitung zu Evolution und Verhaltensänderungen
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    • Aggressionstheorie
      • Einleitung zu Aggressionstheorie
      • Frustrations - Aggressionstheorie nach Dollard
      • Modell-Lernen nach Bandura
      • Mindmaps als Lernhilfe in der Verhaltensbiologie
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