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Für die Vererbung von Merkmalen sind die Regeln von Gregor Mendel grundlegend. Daher ein kurzer Ausflug in die drei Mendel-Regeln.

Uniformitätsregel

  • Die erste Mendel-Regel gilt, wenn beide Eltern die miteinander Nachkommen haben, für ein bestimmtes Merkmal reinerbig (homozygot) sind. Die Nachkommen der ersten Generation (F1) sind dann für das beobachtete Merkmal identisch oder uniform. Dies gilt sowohl für die Erbinformation (Genotyp) als auch für den Phänotyp!
  • Je nach „Durchsetzungskraft" der genetischen Information gibt es drei Möglichkeiten, wie die Uniformität der F1 ausgebildet werden kann.
    • dominant-rezessiver Erbgang: Eines der Allele ist dominant. Das heißt, bei der Vererbung wird dieses Gen bevorzugt. Ist ein dominantes Allel vorhanden, wird dieses für die Proteinbiosynthese als Vorlage verwendet. Das rezessive Allel bleibt unberücksichtigt. Das rezessive Allel kann nur Grundlage der Proteinexpression sein, wenn kein dominantes Alles vorhanden ist, das Individuum also reinerbig für das rezessive Allel ist.
  • Das dominante Allel wird in der Regel durch einen Großbuchstaben, das rezessive Allel mit einem Kleinbuchstaben symbolisiert.

intermediärer Erbgang: Die Nachkommen der F1 zeigen eine Mischform des Merkmals. Tragen die Eltern z.B. rote oder weiße Blüten, so kommt es in der F1 zur Ausprägung einer rosa Blütenfarbe. Codominanz: Beide Allele werden für die Synthese der Genprodukte eingesetzt. Beispiel sind die codominanten Marker für die Blutgruppen A und B. Sind die Eltern reinerbig für A oder B, erhalten die Nachkommen die Blutgruppe AB.

Spaltungsregel

  • Die zweite Mendel-Regel wird als Spaltungsregel oder Segregationsregel bezeichnet. Sie gilt immer dann, wenn zwei Individuen gekreuzt werden, die beide gleichartig heterozygot sind. Beispiel hierfür sind Pflanzen, die beide Alleltypen in ihrem Erbgut besitzen, so z. B. Pflanzen, die sowohl die genetische Information für „weiß" als auch „rot" besitzen. Vertreter dieses Genotyps können die Individuen der F1 sein. Werden diese mischerbigen Vertreter gekreuzt, dann findet in der zweiten Nachkommengeneration (F2) eine Aufspaltung dieses Merkmals in die verschiedenen möglichen Formen statt.
  • dominant-rezessive Vererbung: Aufspaltung in eine phänotypische Ausprägung der Merkmalsunterschiede im Verhältnis 3:1. Wäre „rot" dominant, dann wären drei Pflanzen der F2 rot, eine weiß. Genotypisch sieht die Verteilung der Allele anders aus.
  • Hier ergibt sich ein Verhältnis von 1:2:1 =
  • RR: reinerbig rot dominant (Phänotyp rot)
  • Rr: mischerbig (Phänotyp rot)
  • rr: reinerbig weiß rezessiv (Phänotyp weiß)

Unabhängigkeitsregel/Neukombinationsregel

  • Dritte Mendel-Regel: Betrachtet man die Weitergabe von zwei Merkmalen auf Nachkommen, so beschreibt die Unabhängigkeitsregel das Vererbungsverhalten. Die beobachteten Merkmale werden unabhängig voneinander vererbt, wobei ab der F2-Generation neue, reinerbige Kombinationen auftreten!
  • Bekanntes Beispiel ist die Vererbung der Fellfarbe von Kühen.
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Werden beide Allele für die Synthese der Genprodukte eingesetzt so spricht man von
Beispiel sind die Marker für die Blutgruppen A und B. Sind die Eltern reinerbig für A oder B erhalten die Nachkommen die Blutgruppe AB.

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Autor: Dr. Martina Henn-Sax

Dieses Dokument Mendel Regeln ist Teil eines interaktiven Online-Kurses zum Thema Molekularbiologie / Genetik.

Dr. Martina Henn-Sax verfügt über langjährige Erfahrung auf diesem Themengebiet.
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