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9 Jahre nach dem Korea-Krieg sorgte die Kuba-Krise für weitere Spannungen: Die Kuba Krise 1962 brachte die Welt an den Rand eines atomaren Krieges. Nur auf dem Weg der geheimen diplomatischen Verhandlungen zwischen Kennedy und Chruschtschow konnte eine Eskalation verhindert werden. Schauen wir uns die Kuba-Krise genauer an:

Als Grundlage für die Kuba-Krise von 1962 ist die Aufrüstung der beiden Gegner USA und Sowjetunion anzusehen. Diese entstand, wie wir eben gelernt haben, seit den 1950er Jahren im Zuge der Entwicklung neuer Waffensysteme und des beginnenden Ost-West-Konflikts.

Dabei spielen die atomaren Waffen wie Langstreckenraketen eine zentrale Rolle. Beide Lager versuchten, an strategisch günstigen Punkten ihre Raketen zu stationieren und damit für ein militärisches Eingreifen jederzeit bereit zu sein. Neben der Aufrüstung ist für die Entstehung der Kuba-Krise auch der Sturz des kubanischen Diktators Batista durch Fidel Castro entscheidend. Die USA hatten Batista lange Zeit unterstützt, jedoch waren die USA nach dessen Sturz nicht mehr an einem guten Verhältnis mit Kuba interessiert. Das kam vor allem durch Castros Sympathie gegenüber dem Kommunismus. Die USA beendeten nach der Machterlangung Castros nicht nur die Unterstützung, sondern der US-amerikanische Präsident Eisenhower belegte es zusätzlich mit Import- und Exportverboten.  Zudem unterstützten die USA die Opposition gegen Castro. Die UdSSR begann zur gleichen Zeit diplomatische Beziehungen mit Kuba und sagte Unterstützung zu. Damit hat die UdSSR einen Partner in direkter und strategisch äußerst günstiger Lage zu den USA gewonnen.  

Als direkter Grund für den Ausbruch der Kuba-Krise am 14. Oktober 1962 sind die Stationierung von amerikanischen Atomraketen in der Türkei und als Antwort darauf die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba anzusehen. Die USA bemerkten durch Aufklärungsflugzeuge den Transport von Waffen und Soldaten nach Kuba und die Aufstellung der Raketen dort, der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy wurde erst einen Tag nach der Beobachtung informiert und richtete dann einen Beraterstab ein.

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Dieser erörterte verschiedene Reaktionsmöglichkeiten, die von einer Invasion bis zu einem Hinnehmen der Situation reichten. Durch einen weiteren Aufklärungsflug stellten die USA fest, dass sie bei einem Angriff lediglich fünf Minuten vorher gewarnt würden. Damit war von Seiten der USA eine direkte Bedrohung gegeben. Trotzdem wurde ein Schein des Nicht-Wissens gewahrt. So erwähnt Kennedy bei dem Besuch des sowjetischen Außenministers mit keiner Äußerung die angespannte Situation, stattdessen beauftragt er den Beraterstab zu prüfen, welche der möglichen Vorgehensweisen am Besten sei. Dabei kristallisierten sich zwei heraus: Zum einen ein direkter Angriff und eine Invasion durch die USA. Dieses wurde jedoch als nicht komplett durchführbar erörtert. Die zweite Möglichkeit war eine Seeblockade (siehe Schaubild) Kubas.

Präsident Kennedy favorisierte die Seeblockade, informierte die Regierungen der Alliierten, einschließlich Kanadas und der BRD, und wandte sich in einer Ansprache an die amerikanische Öffentlichkeit. Dabei informierte er über die stationierten Waffen auf Kuba und den Beginn der Seeblockade. Zudem forderte er Nikita Chruschtschow, den damaligen sowjetischen Regierungschef, auf, die Raketen und Truppen direkt abzuziehen. Chruschtschow weigerte sich allerdings diese Forderung anzunehmen. Trotz der erfolgten Seeblockade blieb die Sowjetunion bei ihrer Stationierung und baute diese aus. Dabei war die Bedrohung eines Atomkrieges allgegenwärtig. Sowohl die USA als auch die UdSSR befürchteten einen Gegenschlag der jeweiligen anderen Seite und verzichteten deshalb auf eine atomare Lösung des Konfliktes.

Erst durch einen Austausch von weiteren Forderungen einigten sich die USA und die UdSSR am 28. Oktober 1962 auf eine friedliche Lösung des Konfliktes. Nikita Chruschtschow sicherte einen Abzug der Truppen und Raketen zu, wenn die USA im Gegenzug auf einen Angriff verzichteten und die in der Türkei stationierten Raketen abziehen. Kennedy stimmte diesem zu: Damit war die Kuba-Krise beendet und ein beinahe ausgelöster Atomkonflikt verhindert. 

Sowohl der Korea-Krieg als auch die Kuba-Krise sind Teil sogenannter Stellvertreterkriege:

Video: Die Kuba-Krise

Die Kuba Krise 1962 brachte die Welt an den Rand eines atomaren Krieges. Nur auf dem Weg der geheimen diplomatischen Verhandlungen zwischen Kennedy und Chruschtschow konnte eine Eskalation verhindert werden.
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Die Grundlage für die Kuba-Krise von 1962 ist die der beiden Lager, sowie die Änderung der Ausgangslange auf Kuba durch den Sturz Batistas durch und die damit aussetzende Unterstützung der und die einsetzende Unterstützung der . In Folge der veränderten Lage stationierten die UdSSR Raketen und Soldaten auf Kuba, wodurch die USA direkt angegriffen werden konnte. Dieses war eine Reaktion der UdSSR auf die Stationierung von Raketen der USA in der . Durch einen Aufklärungsflug, und einem folgenden, konnten sie USA von der Stationierung erfahren. Präsident John F. Kennedy ließ mögliche Reaktionen erörtern und entschied sich für eine , da eine Invasion im Zuge eines möglichen zu riskant erschien. Kennedy wandte sich an die Öffentlichkeit, informierte über die Stationierung und forderte Nikita Chruschtschow auf die Stationierung zu beenden. Dieser lehnte die Forderung ab und die heiße Phase des Konfliktes begann. Dabei stand die Welt kurz vor einem Atomkonflikt.  Durch Verhandlungen einigten sich Kennedy und Chruschtschow auf eine Lösung. Die USA zogen ihre aus der Türkei ab und verzichteten auf einen Angriff, dafür zogen die UdSSR die und Raketen auf Kuba ab. 

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  • Was war der Kalte Krieg?
    • Einleitung zu Was war der Kalte Krieg?
    • Zwei-Lager-Theorie
    • Eindämmungspolitik
    • Der Korea-Krieg
    • Die Kuba-Krise
    • Wettrüsten im Kalten Krieg
    • Das Ende des Kalten Krieges
  • Die Geschichte der EU
    • Der Europagedanke
    • Von der EGKS zur Europäischen Gemeinschaft
    • Wie entstand die EU?
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