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Ghettos

Krieg und Völkermord / Der Völkermord

Schon kurze Zeit nach dem Einmarsch trieben die deutschen Besatzer, ganz nach dem Plan zur "Gesamtlösung der Judenfrage" in Polen die jüdische Bevölkerung zusammen, um sie in Ghettos zusammenzupferchen und dort auszubeuten. In diesen Ghettos gab es eine Ghettopolizei und Judenräte. Die jüdischen Mitglieder dieser Institutionen gerieten durch die Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten häufig in einen starken Gewissenskonflikt. 

Das Warschauer Ghetto

Die größte jüdische Gemeinde Europas war mit 380 000 Mitgliedern die Gemeinde in Warschau. Auch hier wurden die Juden in einem durch Mauern abgesperrten Gebiet zusammengepfercht und mussten Zwangsarbeit für die deutschen Besatzer leisten. Für die Überwachung des Ghettos waren nichtjüdische Einwohner Warschaus zuständig, die häufig antisemitisch eingestellt waren. Die Zustände in diesen und in den anderen Ghettos waren katastrophal. Die Menschen litten an Unterernährung und die hygienischen Verhältnisse waren sehr schlecht. Aus diesem Grund verbreiteten sich immer wieder Epidemien. Die Bewohner versuchten, durch Lücken in der Überwachung Lebensmittel in das Ghetto zu schmuggeln, wurden sie dabei erwischt, erwartete sie die Hinrichtung. Für Juden bestand die Gefahr nicht nur durch die deutschen Bewacher, sondern auch durch Denunziationen der häufig antisemitisch eingestellten Warschauer.

Die Vernichtung der Warschauer Juden

Ab Frühjahr 1942 wurden die Bewohner der Ghettos in Vernichtungslager deportiert, nach Plan der "Endlösung der Judenfrage". Dafür musste der Judenrat jeden Tag 6 000 Menschen zusammen suchen, auch die jüdischen Zwangsarbeiter wurden dabei nicht verschont. Anfang 1943 waren bereits über 300 000 Ghettobewohner deportiert worden.

Der Aufstand

Am 19. April 1943 unternahm die jüdische Widerstandsbewegung, die Kampforganisation „Zydowska Organizacja Bojowa“, einen bewaffneten Aufstandsversuch. Die Kämpfe in dem Ghetto dauerten rund vier Wochen, innerhalb derer 56 000 Juden ermordet oder deportiert wurden. Die Niederbrennung des gesamten Bezirkes stoppte die Gegenwehr der Juden am 16. Mai 1943, die Überlebenden des Aufstandes wurden in die Vernichtungslager Treblinka und Majdanek deportiert.

Die Auflösung der Ghettos

Insgesamt überlebten nur einige tausend Menschen das Warschauer Ghetto. Auch die anderen Ghettos wurden aufgelöst: Im März 1943 wurden alle Bewohner des Krakauer Ghettos nach Auschwitz deportiert, und auch die Bewohner des Ghettos in Lodz wurden im August 1944 nach Auschwitz gebracht.

Deportation der Warschauer Ghettobewohner nach dem Aufstand 1943
Deportation der Warschauer Ghettobewohner nach dem Aufstand 1943
Dieser Inhalt ist Bestandteil des Online-Kurses

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

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    • Der Reichstagsbrand
    • Wahlkampf und Wahl
    • Das Ermächtigungsgesetz
    • Die Gleichschaltung
    • Wege in die Diktatur
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      • Einleitung zu Die Volksgemeinschaft
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        • Einleitung zu Die Ausgeschlossenen
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